Saisonauftakt nach Maß für Sottrum

Sinan Reiter bittet zur großen Gala – 7:2

Und wieder taucht Sinan Reiter vor Achims Keeper Roland Pepa auf – aus dieser Chance wird jedoch nichts.
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Und wieder taucht Sinan Reiter vor Achims Keeper Roland Pepa auf – aus dieser Chance wird jedoch nichts.

Sottrum – Drei Runden waren ihm nicht genug! „Vier Minuten noch“, rief Dariusz Szorc seinen Spielern also beim Auslaufen zu und erntete damit – halb im Ernst, halb im Spaß – Widerspruch. Doch die Bezirksliga-Fußballer des TV Sottrum gehorchten ihrem Trainer, der sie kurz darauf gut gelaunt erlöste. Schließlich hatte die Wieste-Elf zuvor einen nahezu perfekten Saisonstart in die neue Saison hingelegt und den 1. FC Rot-Weiß Achim mit 7:2 (3:1) vorgeführt. „Was willst du mehr?“, fragte Sztorc nach seinem Sottrumer Pflichtspiel-Debüt. Vor allem einer seiner Jungs stach in der ersten Ligapartie seit dem 1. Dezember (einem 1:1 ausgerechnet gegen den jetzigen Gegner) heraus: Sinan Reiter, dreifacher Torschütze!

Nach 81 Minuten war das Spiel für Reiter beendet – Sztorc nahm ihn vom Platz, „um ihm den Applaus zu gönnen“, wie der Coach betonte. Und er verriet, dass seine Sturmspitze noch beim Aufwärmen ein paar Freistöße geübt hatte. „Aber da hat er nichts gebacken bekommen.“ Dafür jedoch nach den Anpfiff, als der 25-Jährige in der fünften Minute einen indirekt getretenen Freistoß zentral unter die Latte hämmerte und damit seine sowie die Sottrumer Festspiele eröffnete. „Ich habe einfach nur hart geschossen, ohne genau zu schauen. Aber es war ein Strahl“, fand der Schütze.

Voller Einsatz bis in des Gegners Strafraum: Verteidiger Lennart Holzkamm (hinten) bearbeitet Rexhino Pepa.

Auch wenn er gegen seinen Ex-Club noch zwei weitere Treffer folgen ließ – das 3:0 nach einem Solo von der Mittellinie (31.) und das 4:1 per Strafstoß nach Foul von Sipan Yoldas an Andrej Edel (47.) – verwies er selbst auf den Schönheitsfehler. „Ich ärgere mich mehr über den verschossenen Elfmeter, als dass ich mich über meine drei Tore freue“, bekannte Reiter. Schließlich war er in der 63. Minute zum zweiten Mal zum Strafstoß angetreten, aber an Keeper Roland Pepa gescheitert. Vielleicht fehlte die Konzentration auch deshalb, weil es die Überlegung gab, Finn Herwig schießen zu lassen. Der Flügelspieler hätte sich damit für seinen Auftritt belohnen können, fand auch Sztorc, der aber einräumte, dass er es war, der Reiter zum festen Elfmeterschützen bestimmt hatte.

Auf der Bank war kein Platz mehr frei – da ließ sich Coach Dariusz Sztorc entspannt auf den Bällen nieder.

Große Auswirkungen sollte dieser kleine Fauxpas nicht haben, denn die Achimer präsentierten sich als dankbarer Auftaktgegner. „Wir haben Sottrum das Mittelfeld überlassen und dort die Kontrolle verloren“, bemerkte Gäste-Trainer Konstantinos Efeoglou und holte bereits nach einer halben Stunde den wenig begeisterten Kapitän Aydin Burg vom Feld. Der eingewechselte Behcet Kaldiric übernahm nicht nur die Binde, sondern auch Verantwortung und bereitete beide Tore seines Teams vor. Beim 1:3 bediente er Rexhino Pepa (37.), beim 2:6 wurde er von Lennart Holzkamm im Sechzehner gefoult – Haxhi Matera verwandelte (65.).

Während die Achimer Grund hatten, um Frust zu schieben, beklagten die Platzherren, die ihre weiteren Tore durch Matthias Michaelis (25./56.), Helge Osmers nach Reiter-Zuspiel (50.) sowie Marvin Meyer (82.) markierten, eher ein Luxusproblem: „Wir hätten eigentlich zweistellig gewinnen müssen – das ist mein Anspruch an die Jungs. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau“, wusste auch Sztorc.

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