Sottrumer Talent im Springsattel

Anik Zeller setzt sich neue Ziele und nimmt die Landesmeisterschaft ins Visier

Anik Zeller überspringt mit Galathea ein Hindernis.
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Egal, bei welchem Wetter: Anik Zeller und Galathea sind auch bei Regen erfolgreich – hier in Sottrum.

Sie ist eines der größten Talente der Region im Springreiten: Die 15-jährige Anik Zeller (RV Sottrum) startet in dieser Saison durch ‒ und hat bereits neue Ziele.

Sottrum – Anik Zeller sorgte in den letzten Wochen immer wieder für sportliche Schlagzeilen. Mit der siebenjährigen Stute Galathea sicherte sich die erst 15-Jährige Springreiterin des RV Sottrum mehrfach Siege und auch schon Platzierungen in schwierigen Prüfungen bis in die Klasse M**.

Das Talent und auch die Pferdeliebe scheint der Amazone in die Wiege gelegt worden zu sein. Auch ihre Mutter bestritt erfolgreich Reitturniere, Schwester Jula ist im Dressursport zu Hause. Bereits im Alter von nur einem Jahr bekam Anik Zeller ihr erstes Pony geschenkt. Mit Nelke ging sie durch dick und dünn, auch heute noch verbringt die Ponydame ihre Rente auf einer Koppel hinter dem Haus der Zellers in Stuckenborstel. „Mein Vater hat nichts mit Pferden am Hut, bringt aber Verständnis für uns drei auf“, erzählt sie und lacht.

Ich bin sehr dankbar für die Chance, die mir Bernd Rubarth gibt. Ohne seine Unterstützung und die Möglichkeit, eben Pferde wie Galathea auf Turnieren vorzustellen, wäre das gar nicht möglich.

Anik Zeller

Nelke war es auch, die Anik Zeller zum Springreiten brachte. Mit ihrem Pony nahm sie mittwochs an den Springstunden im Stall von Bernd Rubarth teil – bis ihr Reitlehrer sie eines Tages ansprach und ihr anbot, ihn beim Training der Verkaufs- und Berittpferde zu unterstützen. Bereits im Alter von nur 14 Jahren erkannte der erfahrene Turnierprofi das Talent der jungen Reiterin. Für Anik Zeller war dieses Angebot die Erfüllung aller Wünsche; sie sagte sofort zu. „Ich bin sehr dankbar für die Chance, die mir Bernd Rubarth gibt. Ohne seine Unterstützung und die Möglichkeit, eben Pferde wie Galathea auf Turnieren vorzustellen, wäre das gar nicht möglich“, berichtet Anik Zeller, die derzeit die zehnte Klasse der Waldorfschule besucht.

Mit dem Rheinländer Wallach Umile belegte Anik Zeller in Sottrum Anfang des Monats Platz zwei.

Während sich viele ihrer Mitschüler noch fragen, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen, steht für die leidenschaftliche Springreiterin fest, dass sie hauptberuflich in den Reitsport einsteigen will. Eine Ausbildung zur Pferdewirtin mit dem Schwerpunkt klassische Reitausbildung könnte sie auch im Stall bei Bernd Rubarth absolvieren, in dem sie sowieso schon jede freie Minute verbringt. Dort gilt es, um die 30 Pferde zu betreuen.

Momentan geht es für Anik Zeller nach Schulunterricht und Mittagessen eigentlich täglich direkt in ihr zweites Zuhause – den Stall. Dort reitet sie zwischen zwei und vier Pferde. Auch an den Wochenenden. Neben der Reiterei bleibt also nicht viel Zeit für andere Hobbys, allerdings ist das für sie kein Problem. „Ich möchte gar nichts anderes machen“, erklärt sie.

Anik Zeller: Schon bald Prüfungen auf S-Niveau

Mit ihrer Passion erntet Anik Zeller viel Respekt und Anerkennung. Viele Freunde und Mitschüler fiebern mit ihr mit, wenn sie auf einem der nahegelegenen Turniere startet. Gerne begleiten sie die Springreiterin auch. Lange Zeit war dies aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nicht möglich. „Viele fragen mich jetzt schon, wann sie wieder mit mir zum Turnier fahren können“, freut sich die Stuckenborstelerin. Und während sie braune Stute Galathea, mit der sie bislang die größten sportlichen Erfolge erzielte, liebevoll streichelt, erklärt sie: „Ein echtes Lieblingspferd habe ich nicht, aber Galathea ist schon etwas Besonderes für mich. Ich liebe an ihr vor allem ihren Ehrgeiz, auch sie will immer gewinnen.“ Neben Galathea ist es vor allem aber auch der sechsjährige Wallach Monsieur Bombero, mit dem die 15-Jährige schon einige Schleifen sammelte.

Nach dieser erfolgreichen Saison wird Anik Zeller für den RV Sottrum im nächsten Jahr auch in der höheren Leistungsklasse antreten können. Prüfungen auf S-Niveau, der Krone der Reiterei, sind dann ein Ziel. Im Juli wird sie mit Galathea zudem zum ersten Mal an den Landesmeisterschaften teilnehmen – vom 15. bis 18. Juli in Luhmühlen. Für die ambitionierte Reiterin könnte dieser Auftritt auch das Sprungbrett zu einer großen Karriere sein. „Natürlich weiß man, dass man bei den Landesmeisterschaften im Blickpunkt der Trainer der Junioren-Kader sein kann. Es wäre für mich ein großer Traum, einmal bei einem Nationenpreis zu starten“, gesteht Anik Zeller.

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