Betreiben eigene Anlage in Rotenburg

Für Frank und Felicitas Rost ist das Reiten ein Gesamtkunstwerk

Frank und Felicitas Rost stehen Arm in Arm vor Blumen.
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Frank und Felicitas Rost sehen den Reitsport vor großen Herausforderungen, aber auch als eine Familie an.

Frank und Felicitas Rost betreiben ihre eigene Reitanlage in Rotenburg und sehen den Reitsport vor Herausforderungen. Der Ex-Profi spricht zudem über eine Rückkehr in den Fußball.

Rotenburg – Seit nun mehr als acht Jahren betreiben Frank und Felicitas Rost ihre eigene Reitanlage im Herzen des Rotenburger Forsts. Nach seiner Zeit als Fußballprofi lernte Frank Rost seine jetzige Frau kennen. Schnell verband sie eine Gemeinsamkeit: Die Leidenschaft für Pferde. Aus dieser Verbindung entstand die Idee, ein neues Trainingskonzept auf einer eigenen Anlage umzusetzen. Aus den anfänglichen Überlegungen wurde schnell mehr; für das Ehepaar sind die Pferde mittlerweile zum Lebensmittelpunkt geworden.

Leidenschaft für Pferde

Zwischen Wohnhaus, Reithalle und dem romantisch angelegten Teich liegt der liebevoll gestaltete Stalltrakt, der Platz für bis zu acht Pferde bietet. „Diese Anlage ist ein Lebenstraum. Ich bin kein Stadtmensch und könnte mir kein anderes Leben vorstellen“, berichtet Felicitas Rost, die gebürtig aus dem Rheinland stammt und die meiste Zeit des Tages mit dem Training und der Pflege ihrer Pferde verbringt.

Zu den Personen

Frank Rost

- 48 Jahre, verheiratet mit Felicitas Rost.

- Fußballprofi bei Werder Bremen (1992–2002), FC Schalke 04 (2002–2007), Hamburger SV (2007–2011), New York Red Bulls (2011–2012), vier Länderspiele für Deutschland.

- Geschäftsführer HSV Handball (2013).

- Größte Erfolge: Deutscher Meister (1992/1993), DFB-Pokalsieger (1998/1999), Deutscher Ligapokalsieger (2006), Deutscher Superpokalsieger (1992/1993, 1993/1994).

Felicitas Rost

- Verheiratet mit Frank Rost.

- Größte Erfolge: Deutsche Meisterin der Amateur-Dressurreiter (2017), Goldenes Reitabzeichen im Rahmen des Turniers Horses & Dreams (2018).

kk, hd; Quelle: transfermarkt.de

Dabei stehen die meisten Pferde im Besitz der Familie Rost, so zum Beispiel auch Libuda, den das Ehepaar schon als Fohlen auf der Auktion in Luhmühlen erwarb. Mit dem Hannoveraner von Londontime aus einer Likoto Mutter, für den bei der Versteigerung zunächst niemand ein Gebot abgab, gewann Felicitas Rost nun Anfang Oktober am Tostedter Turnierwochenende eine Dressurprüfung der Klasse M*. Für den siebenjährigen Wallach war es der erste Erfolg auf diesem Niveau, doch es war ein weiter Weg, der für beide Parteien nicht immer einfach war. „Wir versuchen Pferde auf ihrem Weg in den Sport zu begleiten. Mir ist eine individuelle Betreuung der Pferde besonders wichtig, deswegen halten wir auch die Anzahl der Pferde gering. Jedes Tier benötigt eine ganz persönliche Ansprache. Die Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd basiert nämlich auf Vertrauen. Vertrauen ist das Zauberwort“, erklärt Felicitas Rost, die im Jahr 2017 mit ihrem mittlerweile 13-jährigen Londonbeat den Deutschen Meistertitel der Amateur-Dressurreiter gewinnen konnte.

Felicitas Rost gewann auf Londonbeat den Deutschen Meistertitel der Amateur-Dressurreiter.

Ein weiterer Meilenstein, den die passionierte Dressurreiterin erreichen konnte, war die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens im Rahmen des Turniers Horses & Dreams im Jahr 2018 in Hagen am Teutoburger Wald, das man nur mit zehn Siegen auf höchstem Niveau erhält. Schon als Kind hegte Felicitas Rost den großen Wunsch, Reiten zu lernen. „Ich habe höchstwahrscheinlich meinen Vater irgendwann so sehr genervt, dass er nachgab und mir ein eigenes Pferd schenkte“, lacht sie. Unter Anleitung ihrer Patentante erlernte Felicitas Rost die ersten Grundlagen der Dressur. „Meine Patentante hat mich von Anfang an mit Herzblut begleitet. So bin ich mit dem Reitsport und vor allem mit der Dressur verwachsen und mittlerweile ist es aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken“, erklärt sie.

Frank Rost: Rückkehr zum Fußball nicht ausgeschlossen

Frank Rost kam erst während seiner Zeit als Torwart des SV Werder Bremen mit Pferden in Berührung. Der ehemalige Fußballprofi sieht zwischen dem Reitsport und dem Fußball viele Parallelen. „Die Entwicklung eines jungen Pferdes ist ähnlich wie die eines jungen Sportlers. Mit Fleiß und Charakter kann man vieles erreichen, auch wenn man immer ein wenig Glück benötigt, um zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein“, erklärt der gebürtige Leipziger. Eine Rückkehr in die Welt des Fußballs würde der 48-jährige indes auch nicht ganz ausschließen, das Engagement im Dressursport ist für Frank Rost allerdings momentan das wichtigste. Natürlich verfolgt der ehemalige Torwart aber dennoch die Ergebnisse seiner früheren Vereine wie die des SV Werder Bremen oder des Hamburger Sportvereins. „Aus der jetzigen Situation meiner ehemaligen Vereine kann man auch im Reitsport mitnehmen, dass man sich immer wieder hinterfragen muss und überlegen sollte, was man verbessern kann“, so Frank Rost weiter.

Reiten in den Schulalltag integrieren

Für Felicitas Rost und Libuda steht in diesem Jahr möglicherweise noch ein Turnierauftritt bevor, wohin der Weg führt, muss sich allerdings noch zeigen. „Es wäre ein großer Wunsch von uns ein Pferd, das hier aufgewachsen ist, in einem Grand Prix zu sehen. Ein gewisses Maß an Verrücktheit gehört zu Pferdemenschen dazu und ich würde uns da nicht ausschließen“, lacht Frank Rost, der den Pferdesport auch vor großen Herausforderungen sieht. „Der klassische Reitverein steht vor großen Problemen. Es wird immer schwieriger, Menschen für Vereinsarbeit zu begeistern. Ein Weg, Nachwuchs zu gewinnen, könnte es sein, Reiten auch in den Schulalltag zu integrieren. Die persönliche Bindung ist hier besonders wichtig“, erklärt er weiter.

Für Frank und Felicitas Rost ist das Leben mit den Pferden aber vor allem auch ein Kulturgut, das man auch dem Nachwuchs vermitteln muss. „Ähnlich wie im Fußballstadion sind auch Reitturniere ein großes Zusammenkommen Gleichgesinnter. Diese Verbindung zwischen Reitern, Züchtern, Trainern und Zuschauern ist besonders erhaltenswert“, schließt Frank Rost. „Der Pferdesport ist eine große Familie“, ergänzt Felicitas Rost.

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