„Verlobungen“ im Fußball

Mehrere Spielgemeinschaften im Herrenbereich geplant

Vor einem Jahr feierte Rolf Wedemeyer mit seinen Taakenern „Zehnjähriges“ – nun ist die „Verlobung“ mit Reeßum geplant.

Reessum/Taaken - Von Matthias Freese. Der Spielausschuss des Fußball-Kreises muss es nächste Woche absegnen – dann käme es in der neuen Saison zu mehreren Spielgemeinschaften im Herrenbereich. Gleich drei betroffene Vereine stammen aus der Samtgemeinde Sottrum. Während der SV Horstedt aus der 1. Kreisklasse mit dem klassentieferen Nachbarn TuS Mulmshorn gemeinsame Sache machen möchte, planen der TuS Reeßum (2. Kreisklasse) und der SV Taaken (3. Kreisklasse) ebenfalls eine „Fußball-Verlobung“ als Spielgemeinschaft.

Der Kreistag hatte im April die Bildung von Spielgemeinschaften auch im Herrenbereich möglich gemacht. Antragsteller war damals Rolf Wedemeyer, Fußball-Boss des SV Taaken. Er hatte vor elf Jahren die Fußballabteilung in seinem Verein wieder zum Leben erweckt und nun die Notwendigkeit erkannt, dass es alleine nicht weitergeht: „Bei uns wird es ein bisschen eng, viele Spieler sind schon 30 und älter – und eine eigene Jugend haben wir nicht.“ Außerdem habe er in Taaken Spieler, die nicht das Potenzial für die Erste hätten und deshalb aktuell nicht spielten. „Für eine Dritte würden die zur Verfügung stehen.“ Womit klar ist, dass die SG Reeßum/Taaken drei Teams ins Rennen schicken will – in der 2., 3. und 4. Kreisklasse. Die Trainerstellen sind noch vakant. In Taaken hatte Alexander Hartwig (zum TuS Tarmstedt) aufgehört, in Reeßum das Gespann Nils Rehra/Thorsten Weinheimer.

Zwei Teams würde eine SG Horstedt/Mulmshorn aufbieten – in der 1. und 4. Kreisklasse. Der Platz des personell dünn besetzten TuS Mulmshorn in der 2. Kreisklasse soll aufgegeben werden. Womit ein Stuhl in der Süd-Staffel frei wäre. „Wir hatten sehr gute Gespräche mit Mulmshorn, aber das letzte Wort hat der Kreisspielausschuss“, betont Horstedts Kassenwart Frank Dodenhoff zurückhaltend. Klar ist, dass André Bischof weiter Trainer der Ersten bleibt. Horstedt hat bereits im Frauenbereich Erfahrungen mit einer Spielgemeinschaft gesammelt – die Zusammenarbeit mit dem FC Hesedorf „klappt da sehr gut“, betont Dodenhoff.

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