Rechtsaußen erzielt erstmals Dreierpack / „Wir spielen bis zum Ende oben mit“

Patrick Peter löst das Sturmproblem des RSV

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Das tat weh: Nachdem Gegenspieler Dramane Kindo ihn unabsichtlich getroffen hatte, plagte Patrick Peter eine blutige Lippe. Nach wenigen Minuten ging es aber für ihn weiter – und der Rechtsaußen erzielte noch seinen dritten Treffer.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Beim Rotenburger SV rätseln sie immer noch, wann es zuletzt einen so hohen Punktspielsieg gegeben hat. Patrick Peter war sich hinsichtlich seiner drei Tore beim 7:0-Heimerfolg in der Fußball-Landesliga über den MTV Dannenberg hingegen schnell sicher: „Das muss zuletzt zu Jugendzeiten beim RSV gewesen sein – im Herrenbereich habe ich noch nie drei Mal getroffen“, stellte er fest.

Der 26-jährige Außenstürmer konnte offensichtlich gar nicht genug bekommen und legte nach dem Abpfiff noch eine Extraschicht auf dem Ahe-Sportplatz ein – mit dem eigenen Nachwuchs. Er ist aber ja auch in der Pflicht: „Ich muss meinen Kindern zu Hause immer Tore versprechen“, erzählt Patrick Peter lachend. Vor drei Wochen ist er zum zweiten Mal Vater geworden.

Mit nunmehr acht Saisontreffern hat der gebürtige Hassendorfer die alleinige Führung in der internen RSV-Torjägerliste übernommen. Sein Team kletterte durch den Sieg sogar auf Platz zwei hinter Eintracht Celle, dem nächsten Gastgeber am kommenden Wochenende. „Es kann so weitergehen, da würden wir uns nicht beschweren“, sagt Patrick Peter. Dass er dabei kurzfristig außer Gefecht gesetzt war, als ihn Gegenspieler Dramane Kindo beim Kampf um den Ball an der Seitenlinie unabsichtlich mit dem Arm im Gesicht erwischt hatte, war für ihn hinterher nicht mehr als eine Nebensache: „Die Lippe war aufgeplatzt, die Zähne sind aber alle drin“, gab er Entwarnung.

Bis dato hatte er bereits zwei Mal getroffen – in der Schlussphase gelang ihm nach Vorarbeit von Jelle Röben noch der dritte Treffer. Und es scheint so, als hätte sich das Sturmproblem des RSV inzwischen ganz von allein gelöst.

Coach Jan Fitschen setzte gegen Dannenberg mal wieder auf einen Drei-Mann-Angriff, mit Tim Ebersbach im Zentrum sowie Atilla Iscan und Patrick Peter auf den Flügeln. „Klassischer Rechtsaußen“, so nennt der in der Oberliga erprobte Offensivmann seine Position, die ihm besonders gefällt. „So stand es auch an der Tafel, obwohl wir drei da vorne keine großen Vorgaben vom Trainer hatten und auch rochieren konnten.“

Ob der RSV auch noch auf Platz ein rochieren kann? „Ich denke schon, dass wir bis zum Ende weit oben mitspielen“, meint Patrick Peter. „Allerdings befürchte ich auch, dass sich der FC Hagen/Uthlede (derzeit mit zwei Punkten, aber auch zwei Spielen weniger hinter dem RSV und Celle, Anm. d. Red.) den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen wird.“

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