RSV-Keeper Knaak nutzt nach Lohmann-Ausfall seine Chance

Raus aus dem Schatten

Tom Knaak ersetzt in Harsefeld erneut Henner Lohmann zwischen den Pfosten. Foto: Freese

Rotenburg – Es ist keine einfache Situation, der Tom Knaak derzeit ausgeliefert ist. Der Ersatzkeeper des Rotenburger SV steht plötzlich im Fokus. So muss der 21-Jährige den verletzten Kapitän und Stammtorwart Henner Lohmann vertreten – ohne Spielpraxis und großartige Erfahrung in der Fußball-Landesliga. Trotzdem macht der Lauenbrücker einen guten Job – bekam in bislang zwei Partien ein Gegentor. An diese Leistung will Knaak auch im Nachholspiel beim TuS Harsefeld (Sonntag, 14 Uhr) anknüpfen.

„Es ist natürlich schwieriger ohne Spielpraxis – bei einigen Bällen agiert man schon anders“, gesteht er. Er hat zwar vorher hin und wieder in der zweiten Mannschaft gespielt, „aber im Vergleich zur Landesliga ist das vom Tempo her ein riesiger Unterschied“, meint der Keeper. Daran muss er sich logischerweise erst gewöhnen. Dennoch ist der Groß- und Außenhandelskaufmann optimistisch, dass es „immer besser“ wird. So gibt es gleich mehrere Faktoren, die ihm Sicherheit geben. „Einerseits sind’s natürlich eigene gute Leistungen, starke Aktionen im Spiel und Ergebnisse“, meint Knaak und ergänzt: „Andererseits bekomme ich auch von Mitspielern und vom Trainerteam einen entsprechenden Rückhalt.“

Dieser definiert sich für ihn übrigens nicht nur durch Einsatzzeiten. „Ich kenne meine Rolle als Ersatztorwart und akzeptiere sie. Henner ist ein einer der besten Keeper der Liga – wenn nicht sogar der beste“, sagt Knaak. Trotz seines jungen Alters geht er reflektiert mit der Situation um. „Dabei ist er näher an Henner dran, als er denkt“, findet RSV-Coach Tim Ebersbach. Das liege auch am gemeinsamen Training mit Torwart-Coach Lars Neugebauer, der sehr akribisch und engagiert mit den Keepern arbeite. „Bei den beiden ist der Teamgedanke viel größer als der Konkurrenzkampf“, glaubt Ebersbach. Das sieht auch Knaak so: „Das Klima zwischen uns ist super.“

Dennoch ist in der Vorbereitung für die Rückrunde alles offen: „Beide haben die Chance, sich zu beweisen. Tom sollte den Anspruch an sich selbst haben, das Beste aus sich rauszuholen“, fordert Ebersbach. Er sieht in Knaak viel Potenzial. „Auch wenn er eher der ruhigere Typ ist, macht er viel fürs Team. Er hat einen trockenen Humor und öfter das letzte Wort“, berichtet der Trainer. Knaak sei sehr präsent und strahle Sicherheit aus – daher ist er gegen Harsefeld gesetzt.

Natürlich auch, weil Lohmann immer noch verletzt ist. „Wir wollen und können kein Risiko eingehen. Im MRT haben die Ärzte ein großes Hämatom entdeckt“, verrät Ebersbach. Es habe sich wohl die Knochenwurzel im Fuß verschoben. „Das wird jetzt alles abgeklärt“, so der Coach. Der RSV werde sehen, was die Zukunft bringt. Das muss auch Knaak. „Aktuell macht es mir Spaß – so wie es ist. Ich bin zufrieden mit der Mannschaft“, sagt er. Alles weitere wolle man „dann irgendwann mal sehen“.  lo

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