„War richtig, in Rotenburg zu bleiben“

Warum Karol Karpus das Innenverteidiger-Problem lösen kann

Fokussiert: Karol Karpus (l.) köpft den Ball aus der Gefahrenzone. Gegen Ahlerstedt zeigte der Innenverteidiger seine bisher beste Leistung im RSV-Trikot. - Foto: Freese
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Fokussiert: Karol Karpus (l.) köpft den Ball aus der Gefahrenzone. Gegen Ahlerstedt zeigte der Innenverteidiger seine bisher beste Leistung im RSV-Trikot.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Karol Karpus genoss das Bad in der Menge. Hier ein dickes Kompliment, da eine Umarmung oder ein Schulterklopfen nach dem Abpfiff im Kreise der Kollegen. Der 20-jährige Innenverteidiger des Rotenburger SV hatte mit seiner Leistung maßgeblich zum erfolgreichen Punktspielauftakt seines Fußball-Landesligisten, dem 1:0 bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf, beigetragen. Es war sein bisher bestes Spiel im RSV-Trikot. Dabei war er eigentlich gar nicht für die Startelf vorgesehen.

„Karol hat super funktioniert und war ein wichtiger Faktor für den Sieg. Ich freue mich total für ihn“, betont Coach Tim Ebersbach.

Anfang 2017 war der Mulmshorner vom Bezirksligisten FSV Langwedel/Völkersen zum RSV gekommen, jetzt, im Sommer, wäre er fast schon wieder weg gewesen. „Aber es war richtig, in Rotenburg zu bleiben“, findet er selbst. Karpus war der letzte Spieler aus dem Kader der Vorsaison, der dem RSV seine Zusage gab. Gegen das Innenverteidiger-Duo Jannis Niestädt und Kevin Klützke hatte er in der vergangenen Serie einen schweren Stand, musste sich oft mit der Reservistenrolle begnügen. „Wenn man die beiden vor sich hat, kann man keine Ansprüche stellen“, zeigt er Verständnis. Doch nachdem sich Klützke aus beruflichen Gründen zurückzog, offenbarte sich eine neue Chance für den Youngster, der in der Vorbereitung oft von Beginn an auflief. Gut möglich, dass er – wenn auch Jannis Niestädt bald wegen seines Studiums in die USA geht – zusammen mit Timo Kanigowski die neue Abwehrzentrale bildet und aus dem Schatten der Etablierten heraustritt. „Vielleicht macht er jetzt einen Schub, er ist körperlich präsent, ehrgeizig und lernwillig“, sagt Ebersbach. „Natürlich muss irgendwann meine Zeit kommen, aber das liegt ja auch an mir selbst“, bemerkt Karpus.

Gegen Ahlerstedt stand er sehr sicher und spielte auch einige kluge Pässe nach vorne. Kurzfristig war er nach den Ausfällen von Stefan Denker und Tobias Kirschke reingerückt, da Kanigowski als Sechser benötigt wurde. Dabei hatte Karpus in den letzten Einheiten aufgrund einer Verhärtung der Adduktoren kürzertreten müssen. „Natürlich versucht man, beim Aufwärmen die Muskulatur warm zu kriegen. Aber sobald man im Spiel ist, denkt man darüber nicht mehr nach“, meint der Auszubildende zum Speditionskaufmann, der nebenbei noch ein Fernstudium absolviert – und trotzdem keine Trainingseinheit auslässt.

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