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Rathjen und Wolff ‒ RSV bekommt zwei Jungs mit Perspektive

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Von: Matthias Freese

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Torsten Krieg-Hasch (l.) und Tim Ebersbach (r.) nehmen Timon Wolff in ihre Mitte.
Eingeladen, angeschaut, für gut befunden und verpflichtet: Torsten Krieg-Hasch (l.) und Tim Ebersbach (r.) begrüßen Timon Wolff beim Rotenburger SV. © Denkmann

Der Rotenburger SV setzt nicht nur auf Erfahrung. Der Fußball-Oberligist verpflichtete nun auch zwei ambitionierte Talente mit Perspektive.

Rotenburg – Nachdem der Rotenburger SV mit Marlo Siech und Erik Köhler bereits zwei Spieler mit Stammplatz-Ambitionen vom Regionalliga-Absteiger FC Oberneuland verpflichtet hat, folgen beim Oberligisten nun zwei Akteure mit dem Etikett „Talent mit Perspektive“. Der gerade erst 18 Jahre alt gewordene Matthes Rathjen kommt quasi aus der Nachbarschaft, sprich aus Scheeßel, und war zuletzt für die U 19 der SV Drochtersen/Assel tätig. Timon Wolff (22) war in der abgelaufenen Saison beim Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst eine der positiven Überraschungen.

Was beide gemeinsam haben: Sie schwärmen bereits jetzt für ihren neuen Verein. „Ich finde den Weg, den die gehen, sehr gut“, meint Rathjen mit Blick auf die Talentförderung. „In Rotenburg hat es mir gleich bombastisch gefallen, deutlich besser als bei den anderen Vereinen, bei denen ich zur Probe trainiert habe“, berichtet Wolff. Für ihn ging erst am Wochenende die Saison mit Seckenhausen zu Ende. In der Vorbereitung war er dabei in einem Testspiel auf den RSV getroffen. „Die haben ein richtig angenehmes Bild hinterlassen, sodass ich den Verein seitdem auf Instagram verfolgt habe“, erzählt der angehende Physiotherapeut.

Matthes Rathjen steht vor einer Hecke mit dem Ball in der Hand.
Auch Matthes Rathjen schließt sich zur neuen Saison dem Rotenburger SV an. © privat

Wolffs bisheriger Trainer Iman Bi Ria und der ehemaligen Sportliche Leiter Andre Schmitz hätten seinen Namen gegenüber Rotenburgs Coach Tim Ebersbach ins Gespräch gebracht – der rief den Mittelfeldspieler daraufhin an. „Ich wollte fußballerisch den nächsten Schritt machen, da hat sich mit Rotenburg eine super coole Alternative ergeben“, findet Wolff, über den Bi Ria im Frühjahr sagte, er habe „eine brutal gute Entwicklung gemacht. Der Junge hat richtig Potenzial.“ Wolff selbst möchte nun nach seinem Zwei-Klassen-Sprung „reinkommen, dazulernen, so viel Spielzeit wie möglich bekommen und ein besserer Fußballer werden“. Seinen Platz sieht er im Mittelfeldzentrum – „wenn ich es mir aussuchen dürfte, dann als Zehner.“ Er weiß allerdings auch, dass er an seiner Torquote noch arbeiten muss: „Wenn man die Aluminiumtreffer mitzählt, hätte ich dreistellig treffen müssen“, sagt er und lacht. So blieb es einstellig.

Als „flexibel“ bezeichnet sich Matthes Rathjen, der sich auf dem Flügel oder im offensiven Mittelfeld sieht, aber auch schon als Außen- und als Innenverteidiger aufgelaufen ist. „Rotenburg hat mir ein attraktives Angebot gemacht“, erzählt er. Nach der U 12 war er von RW Scheeßel zum JFV A/O/H (später A/O/B/H/H) gewechselt. Im Winter verließ er den Verein und ging zum U 19-Niedersachsenliga-Rivalen SV Drochtersen/Assel. Unter anderem eine Sperre seitens des JFV A/O/B/H/H und Corona verhinderten mehr als die zwei Einsätze. „Aber ich konnte da viel lernen, weil ich auch bei der ersten Herren mittrainiert habe“, erklärt Rathjen. Aufgrund der Fahrzeiten und des anstehenden Abiturs entschied er sich für den Wechsel.

Torsten Krieg-Hasch, Sportlicher Leiter des RSV, freut sich über zwei talentierte Kicker und betont: „Drochtersen/Assel und Seckenhausen waren wirklich fair. Das waren top Gespräche.“

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