Trainergemeinschaft feiert am 26. Oktober / Vorsitzender übt Kritik an Bundesliga

Rathjen plant das große Jubiläum

Gerd Rathjen (l.) hat schon einige prominente Fachleute zur TGLR geholt – wie 2004 Nationaltrainer Michael Skibbe.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Das große Jubiläum klopft langsam an. Die Vorbereitungen für die 100. Veranstaltung der Trainergemeinschaft Landkreis Rotenburg (TGLR) am 26. Oktober laufen beim Vorsitzenden Gerd Rathjen bereits auf Hochtouren. Dann soll im Rathaus in Rotenburg die Feier stattfinden. Doch die TGLR steht aufgrund des Coronavirus noch vor einer etwas ungewissen Zukunft.

Kann im Oktober überhaupt von einem richtigen Jubiläum gesprochen werden? Aufgrund der Corona-Pandemie ist die 98. Veranstaltung in Heeslingen, die für den 27. April angesetzt war, abgesagt worden. Ob das 99. Treffen am 26. Juni mit Benjamin Duray in Westerholz über die Bühne geht, ist aktuell auch mehr als fraglich. „Wir haben im Vorstand trotzdem entschieden, dass wir es im Oktober als 100. Veranstaltung benennen. Immerhin haben wir dann 100 Termine geplant“, sagt Rathjen. Er verweist darauf, dass auch in der Vergangenheit schon andere Zwischenfälle für einen Ausfall gesorgt hatten. Am 10. Januar 1996 fiel etwa das Treffen aus, da der damalige Referent Aad de Mos am selben Tag als Trainer beim Bundesligisten SV Werder Bremen rausflog.

Der grobe Plan steht immerhin schon für den Oktober. Dr. Reinhard Jansson von der Universität Osnabrück und Fußball-Lehrer Uwe Erkenbrecher stehen als Referenten fest. „Dann sind noch ein DFB-Trainer, ein Ex-Nationalspieler und ein Politiker eingeplant“, verrät Rathjen aber noch nicht mehr. Er rechnet damit, dass am 26. Oktober alles wie geplant abläuft, sagt aber auch: „Die Gesundheit geht vor.“

Deshalb wundert es den Vorsitzenden umso mehr, dass es beim Profifußball schon am Wochenende mit dem Spielbetrieb weitergeht. „Es wird immer wieder betont, dass die Bundesligisten keine Sonderrechte wollen. Aber das ist doch nichts anderes“, kritisiert der 71-Jährige. „Wie kann man die Pläne der Fußballklubs und der Deutschen Fußball-Liga, wieder zu spielen, nur durchgehen lassen? Fußball ist Kontaktsport, es wird gespuckt und zusammen gejubelt. Das kann aktuell nicht erlaubt sein. Das ist eine massive Ungleichbehandlung unter Sportlern.“

Dabei sieht Rathjen den Antrieb für das Drängen auf die schnelle Fortsetzung beim Geld. „Es geht um nichts anderes. Es ist aber auch nicht zu glauben, dass die Vereine so auf Naht genäht sind und die Fernsehgelder alle schon eingeplant haben, ohne Rücklagen zu bilden.“ Er schätze, dass das Gehaltsniveau sinken werde, besonders für die überhöhten Gehälter der Profis, Geschäftsführer, Manager sowie Berater. Rathjen sieht aktuell nicht nur die Vereinsbosse in der Pflicht, sondern auch die Akteure auf dem Rasen: „Es wird die Gesundheit der Spieler gefährdet. Wieso lassen die das mit sich machen?“

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