Rasenteppich bleibt sauber

RSV auch gegen Uelzen ohne Gegentor – 1:0 durch Muniz-Elfmeter

Fußball-Ballett: Nahezu synchron und „schwebend“ bewegen sich Rotenburgs eingewechselter Stürmer Jan Friesen (r.) und Uelzens Abwehrspieler Lars-Benedict Buhr. Foto: Freese
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Fußball-Ballett: Nahezu synchron und „schwebend“ bewegen sich Rotenburgs eingewechselter Stürmer Jan Friesen (r.) und Uelzens Abwehrspieler Lars-Benedict Buhr.

Rotenburg - Das Ahestadion wird allmählich zu einer Festung! Seit fast sechs Monaten haben sich die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV ihren gepflegten Rasenteppich nicht mehr beschmutzen lassen, die vergangenen vier Partien bestritten sie hier allesamt siegreich und ohne Gegentor. Auch die Mannschaft der Stunde, der mit zwölf Treffern aus den letzten drei Partien angereiste SV Teutonia Uelzen, änderte daran nichts – dem RSV genügte ein Foulelfmeter von Marcello Muniz und eine gute Defensivleistung zum 1:0 (1:0)-Erfolg.

Coach Tim Ebersbach hatte dabei durchaus etwas riskiert und sich von Beginn an ans 3-4-1-2-System gewagt. Die Innenverteidiger Yannik Funck, Karol Karpus in der Mitte sowie Christoph Drewes stellten die Dreierkette, in die sich die Flügelspieler Sebastian Czimmeck und Yannick Chwolka bei Bedarf zurückfallen ließen. Ebersbach wollte mit dem massiven Zentrum die Ausfälle der beiden Sechser Stefan Denker und Tobias Kirschke auffangen. „Es ist alles gut aufgegangen, wir standen bombensicher und haben auch Uelzens Angriffe über deren schnelle Leute unterbunden“, stellte der Trainer fest. Teutonen-Stürmer Philipp Hatt – bisher 17 Saisontore – blieb dadurch völlig blass.

Allerdings blieb auch die drittbeste Rückrundenmannschaft offensiv einiges schuldig. Auffällig war vor allem, dass der RSV mindestens ein halbes Dutzend Mal ins Abseits tappte – insbesondere Arthur Bossert fehlte da bisweilen das richtige Timing. Dabei war Björn Mickelat hinter den Spitzen der auffälligste Akteur auf dem Feld, agierte ballsicher, mit gutem Auge und auch ziemlich abgezockt, wie er in der 22. Minute unter Beweis stellte. Da suchte er das Laufduell mit Lars-Benedict Buhr, ging nach einem Kontakt zu Boden und bekam den Elfmeterpfiff von Referee Sören Steeg (TSG Nordholz). Marcello Muniz verwandelte unhaltbar in den Winkel (23.).

Als in der 41. Minute bei einem Kopfballduell ohne Ball wiederum Uelzens Tom Wilhelms gegen Karpus zu Boden ging, blieb zum Ärger der Gäste die Pfeife stumm – ebenso, als später Lucas Chwolka der Ball aus der Nahdistanz im Strafraum an die Hand sprang (85.).

Allerdings schien es auch nie so, als sei der knappe Vorsprung des RSV ernsthaft in Gefahr. Uelzen hatte zwar in der zweiten Hälfte den Druck erhöht, aber nicht an Kreativität gewonnen. „Wir haben uns ein bisschen tief fallengelassen. Und Uelzen hat mit offenem Visier gespielt, aber wir haben den letzten Zug nicht hinbekommen“, monierte Ebersbach, wenngleich in seinem Resümee die positiven Aspekte überwogen. Seinen zentralen Mittelfeldspielern Lucas Chwolka und Adrian Chwiendacz attestierte er denn auch einen „laufintensiven“ und gelungenen Auftritt.

Auffällig war zudem, dass sich Verteidiger Drewes mit zunehmender Spieldauer immer häufiger mit nach vorne einschaltete. „Ich hatte Lust und wollte mal mit den Jungs ein bisschen kicken“, bemerkte er schmunzelnd, während sein Coach fand: „Es spricht ja für ihn, dass er die Luft dafür hat.“

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