Startnummer 13

Ralf Müller (TV Sottrum, Prellball)

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Die Stoppuhr stets in der Hand, hockt Ralf Müller am Spielfeldrand.

Sottrum - Ralf Müller ist ein Familienmensch. „Und wir sind eine Hallenfamilie“, stellt der Prellballtrainer des TV Sottrum fest. Im Ergebnis heißt das: Wo er ist, sind auch oft seine Frau und die drei Kinder anzutreffen. Gerne beim Handball, vorzugsweise aber beim Prellball. Der 40-Jährige hat selbst lange Jahre in der ersten Herren gespielt, zwischenzeitlich auch als Spielertrainer. Inzwischen ist er „nur“ noch Coach des Teams, das schon seit einigen Jahren der Bundesliga angehört - es ist zu großen Teilen auch sein Verdienst.

„Ich bin seit meinem vierten Lebensjahr Prellballer“, erzählt Müller. Und er muss schmunzeln, wenn er an seine Anfänge denkt: „In der Jugend hatte ich nicht ganz so viel Erfolg. Erst war ich immer der Jüngste, dann der mit der meisten Erfahrung.“ Klingt ein wenig bescheiden, denn ein neunter Platz bei einer DM sprang immerhin dabei heraus.

Längst hat sich seine Priorität verschoben. „Im Vordergrund steht die Familie, dann die Arbeit“, erzählt der selbstständige Bestatter: „Aber die Spieltage schaufele ich mir frei.“ Und zwar die für die erste Mannschaft und auch die für die Zweite aus der Niedersachsenliga, in der er selbst noch auf dem Feld steht. Was an den Wochenenden mitunter Reisestress pur bedeutet.

Mit dem Bundesligaaufstieg hatte er sich als Aktiver aus der Ersten verabschiedet. „Da bin ich zu alt für“, findet Müller. Trotzdem ist er durchaus stolz daraus, dass in seinem Spielerpass der Bundesliga-Stempel zu sehen ist. Für einige Minuten stand er dann doch mal auf dem Feld.

Müller bezeichnet sich selbst nicht mal als Trainer, obwohl er den Job am Spielfeldrand, stets mit der Stoppuhr in der Hand, innehat. Er nennt sich „Betreuer“ und betont: „Wir arbeiten gemeinsam und vertrauen uns blind.“ Zudem eint das Team die gleiche Einstellung zum Sport: „Wir haben alle einen gesunden Ehrgeiz, aber für alle geht der Beruf vor.“ Müller gelingt es auch immer wieder, erfolgreich die eigenen Talente zu integrieren. Jüngstes Beispiel ist Nico Voss, der hochgerückt ist, nachdem Marc Bergmann und David Voss das Team verlassen hatten. „Wir versuchen, frühzeitig die Jungs hochzuziehen“, erklärt Müller. Schließlich soll ja die Zukunft der Sottrumer Prellball-Männer gesichert werden.  

maf

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