Ralf Brockmann spricht über Sottrums verpasste Chance und die Perspektiven

„Den Punch nicht gesetzt“

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So ganz zufrieden kann Ralf Brockmann mit der aktuellen Saison nicht sein – Sottrums Coach blickt aber optimistisch nach vorn.

Sottrum - Von Matthias Freese. 16 Tore in den letzten drei Spielen – Fußball-Kreisligist TV Sottrum ist zu spät in Schwung gekommen. Im günstigsten Fall ist am letzten Spieltag noch der Sprung auf Platz drei möglich. Im Interview blickt Coach Ralf Brockmann (51), der im Sommer in seine achte Saison geht, auch schon voraus.

Sie haben gesagt, die Saison würde zu früh zu Ende gehen. War also mehr drin?

Brockmann: Wenn man die Tabelle betrachtet, war der Abstand zwischen Platz eins und sechs oder sieben zuletzt nie groß. Da hatte jeder eine realistische Chance, nach oben durchzustoßen. Insofern trauere ich dem nach, dass wir nicht den Punch gesetzt haben.

Lag das auch an der fehlenden Breite des Kaders?

Brockmann: Auf jeden Fall. Wenn die ersten Elf da sind, haben wir eine Chance, oben mitzuspielen. Köster, Kalteis, Michaelis, Stelling und Hirsch – das ist unsere Achse, die hat Qualität. Wenn jemand fehlt, wird’s schwierig. Wir waren nach dem 2:1 gegen Alfstedt auf Tuchfühlung, dann kam die Niederlage gegen Westerholz mit der Roten Karte von Marco Köster. Das war der Knackpunkt.

Ist der TV Stemmen für Sie ein würdiger Meister?

Brockmann: Ja, kein Problem, ganz im Gegenteil – das passt schon. Stemmen hat eine top Rückrunde gespielt. Und wer oben steht, hat alles richtig gemacht.

Gehört Ihrem Team nun die Zukunft?

Brockmann: Ja, natürlich. Wenn man Vitalij Kalteis und Torsten Meineke rausnimmt, sind alle anderen maximal 27. Und dann haben wir viele aus den Jahrgängen 1994, 1995, 1996. Das ist eine Mannschaft mit Perspektive. Till Högermeyer, der als Gastspieler schon einige Partien mitgemacht hat, ist so ein Kandidat. Aus der eigenen Jugend kommen Jan Claas Rosebrock und Florian Apmann hoch.

Und dann soll es wieder in die Bezirksliga gehen?

Brockmann: Mittelfristiges Ziel muss die Bezirksliga sein – und das nicht erst in fünf Jahren. Das ist auch für den Club wichtig, der im Dreick mit Ottersberg und Rotenburg hängt. Wenn es eine ähnliche Konstellation wie diese Saison gibt, dann müssen wir daraus gelernt haben.

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