Nach 4:2-Sieg gegen Hannover

TC GW Rotenburg kehrt in die Oberliga zurück

Tarik Burina (oben, v.l.), Sebastian Loss, Coach Zlatan Burina sowie Lars Rademacher (unten, v.l.) und Philipp Barautzki haben es nach zwei Jahren in der Landesliga wieder in die Oberliga geschafft.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Von Hektik oder Anspannung war keine Spur. Nur ein Mal wurde es etwas heikel. Zlatan Burina, Coach des TC Grün-Weiß Rotenburg, forderte auf dem hinteren der beiden Hallenplätze schnell eine Cola zur Beruhigung. Nachdem er sein Lieblingsgetränk bekommen hatte, waren bei ihm auch die Nerven wieder beruhigt.

So hatten er und seine Schützlinge später auch Grund zum Feiern. Immerhin gab es in der entscheidenden Partie der Landesliga gegen den zuvor ebenfalls durchmarschierten DTV Hannover dank des 4:2-Heimsieges die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga zu bejubeln!

„Die Jungs haben gebissen und wollten unbedingt gewinnen“, freute sich Burina, nachdem der entscheidende Matchball von Sebastian Loss und Lars Rademacher verwandelt wurde. Mit dem 7:6, 6:2 im zweiten Doppel gegen Alexander Gorovits und dem Weißrussen Artsiom Prostak war Rotenburg der Titel nicht mehr zu nehmen. Da tat das 3:6, 5:7 von Philipp Barautzki und Tarik Burina gegen Marco Mokrzycki und Jaan-Frederik Brunken nicht mehr weh. „Wir sind glücklich, dass es mit dem Aufstieg geklappt hat“, feierte Loss.

Dass sich Rotenburg die Meisterschaft verdient hat, kann bei einer Matchbilanz von 32:6 in dieser Spielzeit nicht bestritten werden. Nachdem im vergangenen Jahr noch am letzten Spieltag mit einer 2:4-Niederlage beim Wilhelmshavener THC der Aufstieg verspielt worden war, schaffte das Burina-Quartett nun nach zwei Spielzeiten den Sprung zurück in die Oberliga. „Da gehören wir auch hin“, findet Meister-Coach Burina.

Seine Mannschaft stand trotz der famosen Saison vor dem abschließenden Duell gegen Hannover sogar noch gehörig unter Druck. Bei einem Remis hätte erst das letzte Spiel der Hannoveraner gegen den TC Sommerbostel den Ausschlag gegeben, bei einem 2:4 wäre die Meisterschaft sicher weg gewesen. Zunächst sah es auch gar nicht so gut aus für die Wümmestädter. Der an Nummer zwei gesetzte Loss hatte gegen Mokrzycki immer dann Vorteile, sobald er in die Ballwechsel kam. 

Total konzentriert: Sebastian Loss musste sich gegen Hannovers Marco Mokrzycki zwar geschlagen geben, zum Aufstieg reichte es für den TC GW Rotenburg am Ende dennoch.

Allerdings befreite sich der großgewachsene Gegner durch knallende Aufschläge und Vorhandbälle immer wieder aus den brenzligen Momenten – 3:6, 4:6. Parallel hatte Lars Rademacher im Duell der Vierer gegen Prostak zu Beginn große Probleme. Doch nach einem 2:5-Rückstand schraubte Rademacher sein Spiel auf ein höheres Level, machte kaum noch Fehler und kämpfte sich zurück. Im Tiebreak des ersten Durchgangs wehrte er beim Stand von 6:7 per Ace einen Satzball ab, gewann mit 9:7 und sicherte sich Satz zwei mit 6:2. Mit der Aufholjagd setzte Rademacher das Zeichen, dass der Aufstieg dieses Mal nicht verfehlt wird.

Philipp Barautzki erwischte einen Sahnetag und verpasste Nils Schlünzen an Position drei die „Brille“ (6:0, 6:0). Barautzki machte durchgehend Druck, begang dabei keine Fehler und überrollte seinen überforderten Kontrahenten – 2:1 für die Hausherren. Die Tür zur Oberliga war also schon einen Spalt geöffnet, und Tarik Burina trat sie noch einmal deutlich weiter auf.

Hannover riskiert in den Doppeln noch mal alles

Im Spitzeneinzel kam der Rotenburger gegen Brunken zwar nicht wie sonst gewohnt zu seinem druckvollen Spiel mit zahlreichen Vorhandwinnern. Stattdessen passte Burina sein Spiel an den hoch aufgeschossenen Gegner an und nahm mit vielen Slice-Bällen auf der Rückhandseite geschickt das Tempo heraus – 6:4, 6:2.

Durch den 3:1-Vorsprung brauchten die Hausherren nur noch einen Satzerfolg im Doppel, um die ungeliebte Landesliga zu verlassen. Hannover musste alles riskieren und stellte seine beiden Besten Mokrzycki und Brunken ins erste Doppel gegen Burina und Barautzki. Damit war der Weg frei für Rademacher und Loss gegen den eingewechselten Gorovits und Prostak „Am meisten freut uns, dass wir gegen einen so starken Gegner gewonnen haben“, sagte Loss hinterher sichtlich erleichtert.

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