27 Punkte und 17 Rebounds beim lockeren 77:55 gegen Oberhausen

Mallard wirft sich schon mal warm

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Kierra Mallard (am Ball) befindet sich allmählich in Play-off-Form – die Amerikanerin kam auf 27 Punkte sowie 17 Rebounds und stellte damit Oberhausens Jylisa Williams (im Hintergrund) im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der einzige Fan der Gäste konnte einem fast schon leid tun. Mit seiner Trommel hockte er in der äußersten Ecke der Scheeßeler Sporthalle hinter der Plexiglasscheibe und wurde nicht müde, New Basket Oberhausen anzufeuern. Es war ein aussichtsloses Unterfangen an diesem Sonntag, denn die Avides Hurricanes waren nicht zu bezwingen. Dank einer starken Zonenverteidigung sicherte der Tabellensiebte mit dem 77:55 (37:24)-Sieg eben diesen Rang endgültig für die Play-offs ab.

Der Gegner steht auch so gut wie fest – es wird der TV Saarlouis, wenn er nicht seine letzten beiden Spiele (unter anderem die nächste Partie gegen die Hurricanes) verliert und Grüner Stern Keltern als Dritter beide gewinnt. „Ich freue mich schon, nach Saarlouis zu fahren – auch wenn das Spiel sicher nicht angenehm wird“, sagt Power Forward Laura Rahn, die schon für den Club aus dem Saarland gespielt hat.

Am drittletzten Spieltag der regulären Saison trat der Tabellenvorletzte Oberhausen in Scheeßel wie ein Absteiger auf. Das beste Beispiel dafür: In der ersten Hälfte traf das Team von 15 Dreier-Versuchen keinen einzigen – ganz im Gegensatz zum Hinspiel, das die Hurricanes noch mit 61:78 verloren hatten. „Seitdem habe ich davon immer schlechte Träume gehabt“, gestand Coach Tomas Holesovsky. Die dürften jetzt vorbei sein. Zwar fiel auch sein Team nicht durch eine gelungene Chancenverwertung auf, wohl aber durch eine harmonierende Zonendefense mit den weit vorgezogenen Andrea Baden und Pia Mankertz. „Wir haben gut zusammengespielt – das hatten wir in den letzten Spielen etwas vermissen lassen“, merkte Laura Rahn an.

„Wir waren von Anfang bis zum Ende besser“, fand denn auch Holseovsky. Besonders Centerin Kierra Mallard ragte einmal mehr heraus und warf sich für die Play-offs schon mal warm. 27 Punkte und 17 Rebounds – das ist eine Ansage. Da sind auch die acht Turnovers der Amerikanerin zu verkraften.

Die fast 400 Zuschauer mussten jedoch Geduld mitbringen, denn erst nach 2:15 Minuten fielen die erste Körbe – Pia Mankertz per Freiwurf. 33 Sekunden später traf Mallard auch erstmals aus dem Feld heraus. Oberhausen benötigte gar 5:24 Minuten, ehe Jylisa Williams auf 2:8 verkürzte. Die 20:4-Führung nach dem ersten Viertel bauten die Hurricanes durch Maggie Skuballas Dreier auf 32:10 aus (16.). Etwas ärgerlich war da nur die Phase unmittelbar vor der Pause, als Oberhausen mit zwei Drei-Punkt-Spielen durch Jylisa Williams und Chassidy Fussel wieder auf 24:37 herankam. Mit einem 13:0-Run zum 56:30 nahmen die Hurricanes dem Team von Ondrej Sykora aber endgültig die letzte Hoffnung (26.). Vor allem die deutlich besseren Wurfquoten, aber auch eine 44:35-Bilanz bei den Rebounds und ein 26:6-Vorteil für die Hurricanes bei den Assists zeigen, warum der Sieg so deutlich ausfiel.

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