Der Crossradfahrer über die Liebe zum Matsch, Cross und zur Currywurst

Jens Schwedler: „70 Prozent der Strecke gelaufen“

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Jens Schwedler macht so leicht keiner etwas vor – der 48-Jährige ist nach seiner erfolgreichen Karriere nun sportlicher Leiter beim Stevens Racing-Team. 

Zeven - 1977 saß Jens Schwedler erstmals im Rennsattel, 2002 wurde er Deutscher Meister im Cyclo-Cross, drei Jahre später folgte der zweite Titel. Inzwischen ist der 48-jährige sportlicher Leiter des Stevens Racing-Teams. Vor dem Weltcup in Zeven fragten wir beim Querfeldein-Experten nach.

Mal ehrlich, Crossradfahren ist eine schmutzige Angelegenheit. Haben Sie als Kind gerne im Matsch gespielt?

Jens Schwedler: Ja, das muss ich zugeben. 1998 bin ich übrigens meine erste Cross-WM in Lembeck in Belgien gefahren. Da mussten wir 70 Prozent der Strecke laufen. Das war schmutzig. Das gibt es heute nicht mehr.

Macht es denn auch Spaß, hinterher das Rad zu putzen?

Schwedler: (lacht) Das machen ja die Mechaniker.

Und was macht das Cyclo-Cross für Sie so attraktiv?

Schwedler: Die Natur und die Nähe zum Zuschauer. Dieser Sport birgt viel Emotionen. Dazu kommt das Schnelle, das Abwechslungsreiche. Und nach einer Stunde ist alles vorbei, man isst eine Currywurst und fährt nach Hause (lacht).

Was erwarten Sie in Zeven für ein Rennen?

Schwedler: Es wird viele Zweikämpfe geben, die Jungs werden dicht an dicht fahren. Der Unterschied wird am Ende darin liegen, wer die Kurven schneller fährt, wer schneller auf- und abspringt.

Sind gute Querfeldeinfahrer eigentlich auch gute Straßenfahrer?

Schwedler: Man sagt: Der Straßenprofi wird im Winter gemacht, der Crossprofi im Sommer. Da werden die Grundlagen gelegt, mit Intervalltraining, Krafttraining – das ist sehr facettenreich. Und ein Mathieu van der Poel (2015 Weltmeister im Cross, Anm. d. Red.) war schon Junioren-Straßenweltmeister. 

maf

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