Die Hellweger Jannis und Niklas Niestädt treffen Donnerstag im Pokal aufeinander

Premiere für das Bruderduell

Wer wird morgen die Nase vorne haben? Jannis Niestädt (hier auf dem Foto) ist mit dem Rotenburger SV klarer Favorit, aber Niklas Niestädt ist mit der FSV Hesedorf/Nartum nicht chancenlos. Die Brüder treffen übrigens erstmals in einem Spiel aufeinander. - Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Sie könnten versuchen, sich in diesen Tagen aus dem Weg zu gehen. Sie könnten zumindest das Thema Fußball vorerst ausklammern. Doch die in Hellwege unter einem Dach wohnenden Brüder Jannis und Niklas Niestädt denken gar nicht daran – auch wenn sie morgen um 19.30 Uhr direkte Rivalen auf dem Sportplatz sein werden. In der zweiten Hauptrunde des Bezirkspokals treffen sie aufeinander: Niklas Niestädt (25) ist Stürmer beim gastgebenden Bezirksligisten FSV Hesedorf/Nartum, Jannis Niestädt (21) Innenverteidiger in der Landesliga-Elf des Rotenburger SV.

„Wir flachsen viel. Jannis hat mich auch gefragt, ob ich schon aufgeregt bin“, erzählt Niklas Niestädt. Er hat nur ganz gelassen geantwortet: „Worum geht‘s?“ Das Besondere an diesem Aufeinandertreffen: „Es ist die Premiere“, bemerkt Jannis Niestädt. „Eine coole Nummer“, findet sein Bruder, denn nie zuvor hat es bisher dieses Duell gegeben.

Gemeinsam spielten sie dafür in der Saison 2013/2014 beim TuS Hellwege und führten den Verein damals in die 1. Kreisklasse – fast 60 Tore steuerten sie zusammen bei. Jannis Niestädt wechselte anschließend zum RSV in die Oberliga, Niklas Niestädt ein Jahr später nach Hesedorf/Nartum. Da er sich aber bei einem Juxturnier in Unter-stedt eine Knöchelabsplitterung und Bänderrisse zuzog, war er lange Zeit außer Gefecht gesetzt. „Die Thekenturniere habe ich in diesem Sommer ausgelassen – auch auf Wunsch meines Trainers“, sagt er und lacht. In der Elf von André Petersen ist er inzwischen eine feste Größe, auch wenn die Kondition „noch nicht für 90 Minuten reicht“.

Niklas Niestädt

Im Pokal-Derby dürften sich die Wege übrigens häufiger kreuzen. „Wir treffen ja direkt aufeinander, aber ich werde wahrscheinlich nicht viele Chancen bekommen“, schätzt Niklas Niestädt die Situation ein. „Ich hoffe, dass er die meiste Zeit in seiner eigenen Hälfte sein wird und nicht so viele Offensivaktionen hat“, sagt derweil der dreieinhalb Jahre Jüngere.

Zur Sache soll es trotzdem gehen, Rücksicht aus familiären Gründen wird nicht genommen. „Wir sollen uns nur nicht umtreten – das ist das Einzige, was wir von zu Hause mitbekommen haben. Sonst kriegen wir Stress mit unserer Mutter“, verrät Niklas Niestädt, der zudem darauf hofft, dass Henner Lohmann beim RSV im Kasten stehen wird: „Wir sind von klein auf beste Kumpels.“

Ob die beiden Niestädt-Brüder in Zukunft auch noch mal gemeinsam in einem Team kicken werden? „Fußballerisch und technisch hat Niklas es alle mal drauf. Und er tut ja auch einiges für seine Fitness“, findet Jannis Niestädt. Sein Bruder ist vorerst froh darüber, mit Hesedorf/Nartum überhaupt in die Bezirksliga aufgestiegen zu sein („Da hätte ich nicht mit gerechnet“) und im Pokal jetzt schon den TV Stemmen und den TuS Zeven aus dem Weg geräumt zu haben. Und er freut sich für seinen Bruder, „der in den vergangenen Jahren echt was gerissen hat“.

Zumindest als Trainergespann machen sie aber schon gemeinsame Sache. Niklas Niestädt coacht die U 15 des JFV Rotenburg, sein Bruder ist ist dort der Co-Trainer – und mit Henner Lohmann kümmert sich der dritte Hellweger um die Torhüter.

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