Prellball-DM in Bremen: C-Jugend wird sogar Vizemeister

Juliane Meyer führt Sottrum zu Rang drei

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Starke Technik, starker Auftritt: Juliane Meyer (hier bei der Angabe) ist die Führungsspielerin bei Sottrums weiblicher A-Jugend.

Bremen - Von Matthias Freese. Anneke Schulz spannte die Gesichtsmuskeln an und hätte den Ball am liebsten richtig malträtiert. Die Prellball-Trainerin des TV Sottrum beherrschte sich nach der bitteren 32:33-Auftaktniederlage ihrer weiblichen A-Jugend gegen den TuS Concordia Hülsede jedoch – und durfte am Ende doch jubeln: Ihr Team ergatterte sich als Dritter bei den Deutschen Meisterschaften in Bremen einen Treppchenplatz. Noch besser machte es sogar die weibliche C-Jugend als Vizemeister, während Sottrums Jungs in der Altersklasse der 15- bis 18-Jährigen Vierter wurden.

Sottrums Prellball-Boss Volker Heinze musste überlegen: „Es ist das erste Mal seit 2008, dass wir keinen Deutschen Meister haben“, stellte er fest, klang allerdings keineswegs enttäuscht: „Das ist nicht schlimm.“ Schließlich zeigten seine Teams auch ohne Goldmedaille, dass sie zu den besten deutschen Nachwuchsteams gehören.

Und gerade die Jüngsten, die von Verena Ehlert trainiert werden, zeigten eine „Bombenleistung“, wie Heinze feststellte. „Hut ab!“ Der amtierende norddeutsche Meister unterlag lediglich dem TV Winterhagen – im Gruppenspiel mit nur einem Punkt (35:36) und schließlich auch im Endspiel mit 30:34. „Zur Halbzeit haben die Mädchen noch mit zwei Punkten geführt, dann kamen sie mit dem Ball des Gegners nicht so klar.“ Zur Erläuterung: Sottrum spielt sonst mit dem Spielgerät eines anderen Herstellers – und da gibt es spürbare Unterschiede bei dem maximal 290 Gramm wiegenden Ball.

Auf dem knallroten Hallenboden der Vereinshalle des SV Werder Bremen überzeugten auch die Sottrumer A-Jugendlichen, die ihre Gruppenspiele stets parallel bestritten. Nach dem frustrierenden Auftakt fing sich der Vierte der „Norddeutschen“ schnell und gewann alle weiteren Vorrundenspiele – insbesondere Juliane Meyer glänzte bei der Angabe, beim Schlag und in der Annahme. „Sie hat die Gegner mit ihrer super Technik teilweise zur Verzweiflung gebracht“, lobte Heinze und sieht das Talent bereits als legitime Nachfolgerin seiner jüngeren Tochter Leonie, die dem Jugendalter entwachsen ist. Im Vorkreuzspiel bezwang Sottrum den SV Winterhagen mit 36:27, unterlag dann aber dem späteren Meister TV Eiche Schönebeck mit 32:35. „Das war widererwartend super spannend“, meinte Heinze. Im kleinen Finale wurde der Lokalrivale MTV Wohnste mit 30:25 in die Schranken verwiesen.

Sottrums Jungs belegten ebenfalls den zweiten Gruppenplatz und hatten sich dort nur dem späteren Meister TuS Westfalia Dortmund-Sölde mit 28:30 beugen müssen. „Wir waren auf Augenhöhe“, ärgerte sich Trainer Heinze über die verpasste Chance. Dafür überraschte sein Team im Vorkreuzspiel, als es gegen Eiche Schönebeck – bei den norddeutschen Meisterschaften noch siegreich – mit 33:28 Revanche nahm. So kam es im Halbfinale zur Wiederholung des letztjährigen DM-Endspiels zwischen Sottrum und dem TV Rieschweiler – mit 33:34 unterlag der damit entthronte Titelverteidiger. „Die Jungs waren ganz schön genickt. Da war der Blues auch in den ersten Minuten beim Spiel um Platz drei noch drin“, bemerkte Heinze. Den frühen Fünf-Punkte-Rückstand gegen den TV Kierdorf holten seine Mannen denn auch nicht mehr ganz auf und mussten sich mit 32:35 geschlagen geben. „Ich bin trotzdem total zufrieden. Gerade meine Außenspieler Lars Renken und Anatoli Schmidt haben eine Leistung gezeigt, mit der ich nicht gerechnet hätte“, zog Heinze ein positives Fazit.

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