Landesliga: Erster Doppelpack

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

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Mit ordentlich Schmackes: Tim Potratz führt den indirekten Freistoß im Strafraum aus und erzielt die 2:1-Führung. Kurz vor dem Ende legt der eingewechselte Mittelfeldspieler auch noch das 3:1 nach – dieses Mal nach einem Freistoß von Kevin Klützke (2.v.r.).

Rotenburg - Von Matthias Freese. Spieler wie Tim Potratz mag Tim Ebersbach. „Er ist ein positiver Typ – und er nimmt seine Rolle an. Er akzeptiert es, wenn er nicht spielt und ist nicht bockig“, sagt der Coach des Rotenburger SV über den Mittelfeldspieler des Fußball-Landesligisten, der beim 3:1 gegen den VfL Westercelle zum Matchwinner aufstieg. Nach seiner Einwechslung entschied Potratz mit zwei Toren das Spiel.

Für den Linksfuß war es der erste Doppelpack in der Landesliga – und seine Torpremiere in dieser Saison. Das 2:1 erzielte er nach einem indirekten Freistoß im Strafraum aus rund zehn Metern (79.). „Gut, dass der Ball mir noch ein bisschen über den Schlappen gerutscht ist. So hat er noch mehr Drall bekommen“, räumt Potratz die technisch nicht ganz saubere, aber eben erfolgreiche Ausführung ein.

„Ein sehr kompletter Spieler“

Deutlich anspruchsvoller war schon der zweite Treffer. Der 26-jährige Rotenburger setzte einen Freistoß von Kevin Klützke in der Drehung volley und mit links aus sieben Metern ins Netz. „Da gehört ein bisschen Antizipation zu. Und ich hatte mich vorher mit David Airich abgesprochen, wer kurz und wer lang geht“, erklärt Potratz.

Dass er überhaupt noch ins Spiel kam, lag weniger an seiner Trainingsbeteiligung in der Woche – die war nämlich gleich null. „Ich war die ganze Woche beruflich unterwegs, da ist man ohne Training dann schon platt“, gesteht das RSV-Eigengewächs. Da sich jedoch Jannis Niestädt das Nasenbein brach, musste Coach Ebersbach reagieren. Und er weiß, was er an Potratz hat. Schon zu Saisonanfang hatte sich die langjährige Stammkraft der Zweiten, die vergangenes Jahr einen ersten Versuch in der Landesliga aus beruflichen Gründen wieder abgebrochen hatte, in die Startformation gespielt. Und das trotz großer Konkurrenz im zentralen Mittelfeld. „Er hat eine sehr professionelle Einstellung und ist ein sehr kompletter Spieler mit einem starken Offensivkopfball und einen starken linken Fuß, weshalb ich ihn auch eher als Achter denn als Sechser sehe“, meint Ebersbach. „Zudem hat er eine gute Entwicklung genommen, ist auch vom Kopf schneller geworden.“ Klingt ganz danach, als sollten Potratz´ Chancen, am nächsten Sonnabend auswärts gegen Teutonia Uelzen mehr als nur 20 Minuten zu spielen, gut stehen.

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