Fährhof-Wallach gewinnt überraschend den Prix Dollar / Hongkong als nächstes Ziel

Potemkin verzaubert Chantilly

Der Star-Jockey Eduardo Pedroza (vorne) siegte völlig überraschend auf der französischen Nobelrennbahn in Chantilly mit dem fünfjährigen Wallach Potemkin. Auf Platz zwei und drei folgten Heshem mit Jockey Gregory Benoist und der Aga-Khan-Dreijährige Zaka mit Christophe Soumillon im Sattel. - Foto: imago

Sottrum - Riesenerfolg für das Sottrumer Gestüt Fährhof und Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs in Paris. Auf der Nobelrennbahn in Chantilly siegte am Samstag der von Andreas Wöhler (Gütersloh) trainierte und von Star-Jockey Eduardo Pedroza gerittene fünfjährige Wallach Potemkin in einem mit insgesamt 200 000 Euro dotierten und über 2 000 Meter führenden Rennen der Europagruppe II, dem Prix Dollar. Potemkin ist im gemeinsamen Besitz von Gestüt und Allofs.

Der aus Panama stammende Eduardo Pedroza sorgte zunächst an vierter Stelle liegend dafür, dass der Fährhof-Wallach anfangs ein ruhiges Rennen hatte. Auf der Zielgeraden benötigte Potemkin zunächst etwas Zeit, um auf die freie Bahn zu gelangen, doch dann zog er auf den letzten 200 Metern so stark an, dass er am Ende noch leicht mit über einer Länge Vorsprung gewann. Platz zwei belegte Heshem mit Jockey Gregory Benoist, Dritter wurde der Aga-Khan-Dreijährige Zakar, der seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht wurde, mit Christophe Soumillon im Sattel.

Andreas Wöhler war natürlich sehr zufrieden: „In Baden-Baden wurde Potemkin von einem in zwölf Rennen ungeschlagenen polnischen Pferd besiegt, jetzt war er wieder voll da, auch, weil Eduardo Pedroza ihm einen perfekten Ritt verpasste. Es könnte sein, dass Potemkin jetzt im Dezember in Hong Kong an den Start geht“, sagte Andreas Wöhler. Bei der prestigeträchtigen Rennveranstaltung in Hongkong handelt es sich um vier hochdotierte Rennen, die jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember auf der Bahn in Sha Tin ausgetragen werden. Der Hong-Kong-Cup ist mit einem Preisgeld von fast zwei Millionen Euro das höchstdotierte Pferderennen über 2 000 Meter der Welt.

Klaus Allofs selbst konnte ausnahmsweise wegen des Bundesligaspiels seines VfL Wolfsburg gegen den 1. FSV Mainz 05 nicht vor Ort sein, wurde aber von seiner freudestrahlenden Ehefrau Ute würdig vertreten. Für Potemkin war es beim 15. Start auf der Rennbahn der achte Sieg. Der Wallach schraubte seine Gesamtgewinnsumme auf rund 280 000 Euro hoch. - jho

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