„Das Zentrum hat klasse gearbeitet“

RSV-Matchplan geht beim 0:0 gegen Spitzenreiter Celle auf

Im Kollektiv geschickt verteidigt – auch wenn es mal weh tat. Hier bekommt Innenverteidiger Timo Kanigowski (liegend) den Fuß von Moussa Doumbouya ab, während Michel Müller (3.v.l.) die Szene bereinigt. - Foto: Freese
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Im Kollektiv geschickt verteidigt – auch wenn es mal weh tat. Hier bekommt Innenverteidiger Timo Kanigowski (liegend) den Fuß von Moussa Doumbouya ab, während Michel Müller (3.v.l.) die Szene bereinigt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. In der Aussage schwang durchaus eine Portion Stolz mit. „Wir sind die Ersten!“, betonte Tim Ebersbach, Coach des Rotenburger SV, unmittelbar nach dem Abpfiff. Seine Landesliga-Fußballer hatten sich vor 220 Zuschauern im Ahestadion gegen den MTV Eintracht Celle ein 0:0 erkämpft. Erstmals in dieser Saison ging der souveräne Spitzenreiter aus der Residenzstadt damit nicht als Sieger nach einem Punktspiel von Feld. Und fast hätte er die Rückreise sogar ohne einen Zähler antreten müssen.

Es lief bereits die 88. Minute, als Celles Verteidiger Lars Borchert einen völlig überflüssigen Pass an der Grundlinie auf Keeper Christof Rienass wagte und der eingewechselte Robert Posilek erfolgreich dazwischenging. Rienass parierte jedoch gegen den Youngster und vereitelte somit den RSV-Coup. „Klar hatten die mehr Ballbesitz, aber an hochkarätigen Chancen gemessen stand es doch 2:2“, rechnete Ebersbach vor und sprach von einem „Punkt für die Moral“, auch wenn seine Elf mit nunmehr 15 Zählern auf Platz acht zurückfiel.

Die zweite große Möglichkeit hatte zuvor Sebastian Czimmeck besessen, als er bei einem Solo zwei Mann stehen ließ, auf Atilla Iscan passte, wieder bedient wurde, aber an die Latte köpfte (73.). Celle benötigte im Duell der (an Gegentoren gemessen) besten Abwehrreihen der Liga, 67 Minuten, um zum ersten richtig guten Abschluss inklusive feiner Vorbereitung zu kommen. 

Moussa Doumbouya tankte sich geschickt durch und bediente Hilger-Noel von Elmendorff, der aber nur den Pfosten traf. Der beste Goalgetter der Liga, der neunfache Torschütze Doumbouya, tauchte zehn Minuten später frei vor Keeper Henner Lohmann auf, hatte ihn auch schon umkurvt, doch der Rotenburger brachte ihn noch entscheidend vom Weg ab. Der Druck der Gäste war zwar groß, doch der defensiv eingestellte RSV verteidigte effektiv, mit hohem Engament und setzte bei Kontern immer wieder Nadelstiche. „Es war vielleicht kein Hochgenuss, aber kämpferisch sehr intensiv“, meinte Ebersbach.

Da ist sie, die große Chance zum Sieg: Robert Posilek (M.) hat nachgesetzt und sich den Ball von Lars Borchert (l.) geholt, scheitert dann aber an Keeper Christof Rienass.

Dabei hatte er eine Taktik ausgewählt, die neu für ihn und sein Team war – er setzte auf ein 4-1-4-1. „Das habe ich als Trainer noch nie spielen lassen“, meinte der B-Lizenz-Inhaber. Und das nach dem Ausfall Stefan Denkers, der morgens endgültig krank abgesagt hatte. Den Part des Sechsers übernahm Michel Müller – und er überzeugte bei seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Stürmer Arthur Bossert hatte Ebersbach indes zurückgezogen. Er bildete mit Tobias Kirschke das Achter-Duo.

Der Matchplan ging auf. „Das Zentrum hat klasse gearbeitet – es hat perfekt gepasst“, fand auch der Coach. Kirschke ackerte sogar bis hin zu Krämpfen und musste deswegen auch behandelt werden. „Er ist überragend“, stellte der verletzte Björn Mickelat schon während des Spiels fest. Der Stürmer unterstützte Ebersbach und Christoph Drewes, eigentlich Coach der Zweiten, am Spielfeldrand und hatte bereits vor dem Spiel „eine richtig gute Ansprache“ gehalten, wie Michel Müller verriet.

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