Stark aufgelegter RSV siegte gestern Abend in Uphusen mit 2:0 / Souveräne Defensivleistung

Auf Pohlner und Saatci ist Verlass

Und wieder einen Tick schneller: RSV-Innenverteidiger Norman Heinemann zeigte gegen Uphusen (hier mit Gökhan Deli) eine souveräne Leistung.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseUPHUSEN · Nach dem Abpfiff war Detlef Lehmann sogar zum Singen zumute: „Hurra, wie leben noch!“, stimmte der Coach des Rotenburger SV den bekannten Schlager an. Nuri Papazoglu, seines Zeichens Trainer des TB Uphusen, war da längst ins Warme geschlichen. Frustriert! Kein Wunder, schließlich wurde sein gastgebendes Team gestern Abend im Nachholspiel der Fußball-Bezirksoberliga klar an die Wand gespielt. Das aufstrebende Kellerkind aus Rotenburg siegte nach Toren von Nils Pohlner und Ugur Saatci hochverdient mit 2:0 (0:0).

Gegen den RSV kann der Turnerbund anscheinend einfach nicht gewinnen. Das war schon in der Saison 2006/2007 so, als es zwei Niederlagen (eine davon nach dem historischen „Scherbenspiel“ am Grünen Tisch) gab. Das ist auch in dieser Serie so, nachdem es im Hinspiel ein 1:1 gegeben hatte. „Wenn du die Zweikämpfe nicht annimmst, dann verlierst du so’n Spiel. Die Rotenburger haben da einen ganz anderen Fußball gespielt“, kritisierte Papazoglu seine einfallslos und viel zu passiv agierende Elf. Vor allem die Defensive verschleppte das Tempo immer wieder, obgleich der Coach in der Pause ermahnte: „Wir spielen nicht schnell genug.“

RSV-Coach Detlef Lehmann, dessen Team den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze auf vier Punkte verkürzte, war indes ganz aus dem Häuschen: „Das war eine harte Klamotte, aber hochverdient“, teilte er via Handy dem gesperrten Manndecker Andy Kiel (er war für seine Rote Karte gegen TuS Bodenteich für vier Spiele gesperrt worden) mit. Um anschließend zu analysieren: „Mir hat so manches im taktischen Sinne hervorragend gefallen, auch wenn wir eigentlich etwas defensiver stehen wollten.“

Ohne Frage war der RSV die aktivere, bissigere und überlegter spielende Mannschaft. Die Defensive stand sicher, die Außenverteidiger Oliver Dittmer und Jan Fitschen ragten aus einer starken Formation noch heraus. Und vorne sorgten Ugur Saatci und René Thiel für viel Alarm. Saatci hätte denn auch schon in der ersten Hälfte doppelt treffen müssen (21./44.), hinten musste Keeper Tim Rogas eigentlich nur gegen Iman Bi-Ria sein ganzes Können aufbieten (12.). In der 72. Minute wurde der RSV für seine Geduld belohnt und der TBU für seine schwache Leistung bestraft. Pohlner staubte nach Saatci-Flanke und Thiel-Kopfball ab – 1:0. Einen schulbuchmäßigen Konter über Thiel und Sebastian Harth schloss kurz darauf Saatci zum 2:0 ab (75.). Womit er bei Papazoglu ein ungutes Gefühl hervorrief. „Das geht schnell, dass wir da unten noch mit reinrutschen“, warnte er bereits sein Team.

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