Platzbegehung mit dem Präsidenten

Niedersachsens Fußball-Boss Distelrath spricht in Scheeßel über das Abwerben von Jugendspielern

Carsten Tietjen im Gespräch mit Günter Distelrath.
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Carsten Tietjen im Gespräch mit Günter Distelrath.

Hoher Besuch in Scheeßel: NFV-Präsident Günter Distelrath traf sich zu einem Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden, um über ein akutes Thema zu reden.

Scheeßel – Wenn es einen Gewinner der Corona-Pandemie beim SV Rot-Weiß Scheeßel gibt, dann ist es der Rasen. Das bemerkt auch Günter Distelrath: „Die Anlage macht einen super positiven Eindruck. Das gefällt mir sehr gut“, betont der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), als er am Freitag eine Platzbegehung mit dem Scheeßeler Vorsitzenden Carsten Tietjen unternimmt. Das Stadion Waidmannsruh ist aber weniger der Grund des hohen Besuchs aus Barsinghausen.

„Es geht um das Abwerben von Jugendspielern durch andere Vereine“, erklärt Distelrath. „Herr Tietjen hatte mir einen Brandbrief geschrieben – nicht ohne Grund.“ Einige Monate ist das nun her, doch das Thema immer noch aktuell. Nach einem Telefonat mit Tietjen schlug er vor: „Lass´ uns einfach mal vor Ort unterhalten. Es ist ja kein Sonderfall, sondern ein generelles Thema“, weiß Distelrath.

„Er meint es ernst“, sagt Carsten Tietjen über Günter Distelrath.

Fast zwei Stunden dauert der Austausch an, ehe Niedersachsens Fußball-Boss nach Potsdam weiterreist, wo eine Krisensitzung des Deutschen Fußball-Bundes stattfindet. Tietjen gewinnt den Eindruck, dass Distelrath Scheeßel keinen Höflichkeitsbesuch wie bei Verwandten abstattet, sondern ihm an der Meinung der Basis gelegen ist. „Er meint es ernst“, so der bald scheidende Chef des Amateurvereins, der neuerdings im Jugendausschuss des Fußball-Kreises mitarbeitet. Distelrath sei „ein Fürsprecher“, im Jugendbereich die Ausbildungsentschädigungen hochzusetzen, meint Tietjen. „Und die wissen, dass vieles über die Stützpunkte läuft.“ Auch die Abspaltung der Nachwuchsleistungszentren von den anderen Vereinen sei ein Thema. „Die Landesverbände wollen, dass die Kinder möglichst bis 14 Jahren in ihren Heimatvereinen bleiben, die Leistungszentren wollen sie schon ab 12 haben“, berichtet Tietjen.

Übrigens: Den Sportplatz in Scheeßel hat Distelrath „noch nie gesehen, obwohl ich ja schon häufiger in Scheeßel war“, erzählt der NFV-Präsident. Schon mehrmals hatte er als früherer Basketballer ein Heimspiel der Avides Hurricanes besucht. Am 30. Juli will er wiederkommen: Zur Jubiläumsveranstaltung der Rot-Weißen.

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