Aber Rotenburg wird nach 3:3 gegen Meister Lilienthal überraschender „Vize“ / Sardo überzeugt

Piras wehrt Loss’ Angriff ab

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Mauro Piras hatte seine Partie nach Anfangsproblemen im Griff und bezwang Sebastian Loss mit 6:4, 6:2. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDas Duell in seinem „Wohnzimmer“ schenkte Mauro Piras nicht her: „Ich wusste, dass es kein Spaziergang wird“, meinte der Kapitän des TC Lilienthal, der im letzten Saisonspiel der Tennis-Oberliga an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war. Gegen Sebastian Loss, den aufstrebenden Youngster des TC Grün-Weiß Rotenburg, musste er zwar einem Rückstand hinterherlaufen, gewann aber mit 6:4, 6:2. Am Ende musste sich sein als Meister feststehendes Team mit einem 3:3 arrangieren – wodurch die Wümmestädter völlig unerwartet den Vize-Titel holten.

Lilienthal und Rotenburg beenden die Saison damit ungeschlagen, was zumindest aus Sicht der Grün-Weißen eine dicke Überraschung ist. Für die Mannen aus dem Kreis Osterholz ist mit dem Titelgewinn indes noch nicht Schluss. Um in die Regionalliga aufzusteigen, müssen sie sich noch im Aufstiegsspiel gegen den Meister aus Schleswig-Holstein durchsetzen. „Noch haben wir nichts gewonnen“, stellte Piras fest.

Er selbst lag im Duell der Dreier gegen Sebastian Loss bereits mit 1:4 hinten. „Der Junge kann Tennis spielen und brennt – das sind die gefährlichsten Spieler“, meinte der frühere Grün-Weiße über den aktuellen Grün-Weißen lobend. Dann jedoch gelang das Break – und der zehn Jahre jüngere Loss kommentierte einen gelungenen Longline-Ball seines Rivalen lächelnd und respektvoll: „Schöne Keule!“ Die Euphorie des 16-Jährigen erhielt einen Dämpfer, fortan hatte Piras deutlich weniger Mühe und brachte Loss die erste Einzelniederlage bei.

Die musste auch Philipp Barautzki in einem sehenswerten und kräftezehrenden Match mit vielen Breaks gegen Jan Alexander Plewinski beim 4:6, 6:7 einstecken, obgleich er im Tie-Break auch einen Satzball hatte. „Aber ich habe gekämpft“, meinte Barautzki hinterher entschuldigend, aber gleichzeitig schmunzelnd. In der Tat, sein Widersacher musste sogar deutlich häufiger zwischen den Ballwechseln zum Handtuch greifen und meinte zwischenzeitlich: „Kann man die Heizung hier auch ausmachen?“

Eine kleine Überraschung gelang Luca Sardo – nicht, weil die eigentliche Nummer drei der Reserve für den erkrankten Tobias Loss (Magen-Darm-Grippe) ins Team gerückt war, sondern weil er nach starker Leistung mit 7:5, 7:5 gegen Leon Hannwacker triumphierte. Im Doppel gewann Sardo an der Seite von Philipp Barautzki die Punkte kampflos, weil Lilienthals Nummer eins Nico Schinke nicht mehr antrat – er hatte im Spitzeneinzel gegen Semir Burina beim Stand von 5:5 aufgegeben, da bei einem Sprint zum Stopp eine alte Wadenverletzung wieder aufgebrochen war. Fast wäre Rotenburg sogar noch der Sieg gelungen, doch Burina und Loss unterlagen im Match-Tie-Break ihr Dopppel gegen Plewinski und Piras mit 4:6, 7:6, 7:10.

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