Hurricanes empfangen Rist Wedel

Pia Mankertz: „Gut, dass alle geimpft sein müssen“

Pia Mankertz hält mit der rechten Hand den Ball nach vorne.
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Vorfreude aufs Wiedersehen: Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz hat selbst schon in Wedel gespielt.

Trotz hoher Inzidenzzahlen, trotz einiger Spielabsagen treffen die Avides Hurricanes am Samstag auf den SC Rist Wedel in der 2. Basketball-Bundesliga. Was sagt Kapitänin Pia Mankertz dazu?

Rotenburg/Scheeßel – Es ist rund ein Jahr her, da legte Pia Mankertz angesichts hoher Inzidenzzahlen eine persönliche Corona-Pause ein, um ihre abschließende Referendariatsprüfung nicht zu gefährden. Nun, im Januar 2022, sollen die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes die aktuelle Saison fortsetzen, mit dem Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Scheeßel) gegen den SC Rist Wedel – obwohl die Zahl der Ansteckungen extrem hoch ist, obwohl es zuletzt mehrere Coronafälle und Spielabsagen in der ersten Liga gegeben hat. Kapitänin Mankertz hat sich trotz dieser Umstände entschieden, nicht erneut zu pausieren. Sie ist dabei.

Gegen Rist Wedel ‒ ein besonderes Spiel

Na klar: „Gegen Wedel ist es für mich immer ein besonderes Spiel“, sagt Pia Mankertz vor der Zweitliga-Partie der Avides Hurricanes am Samstag um 19.30 Uhr in Scheeßel. Und die Kapitänin erzählt: „Schon in der Jugend, als ich noch beim SC Alstertal-Langenhorn gespielt habe, waren Wedel und wir absolute Konkurrenten. Und da ich auch drei Jahre dort mit Doppellizenz gespielt habe, ist es natürlich komisch, da ich den Verein gut kenne.“

Mittlerweile hat sich zwar auch in Wedel einiges verändert. Aber gleich mit vier Spielerinnen hat Mankertz bereits zusammen bei den Hurricanes gespielt – mit Laura Rahn, Kata Takács, Fee Zimmermann und (noch letzte Saison) Anna Suckstorff. „Mit Laura habe ich deutlich lieber zusammengespielt als gegen sie“, betont die Aufbauspielerin der Hurricanes. Beide waren damals, 2010, gemeinsam zu den Hurricanes gekommen.

Anna Suckstorff wird gegen ihre letztjährigen Mitspielerinnen aber wohl nicht auflaufen. Sie laboriert an einer Fußverletzung. Coach Christian Greves größtes Augenmerk gilt ohnehin Jessica Höötmann, der Top-Scorerin, Top-Rebounderin und Top-Assistgeberin im Wedeler Team. „Das zeigt, welche Rolle sie hat. Deshalb ist das Hinspiel auch nicht so aussagekräftig, weil sie dort gefehlt hat“, betont Greve. Mit 71:65 hatten die Hurricanes Anfang November dort gewonnen.

„Mittlerweile ist der Stand ja etwas anders. Ich bin nicht mehr in einer Ausbildungssituation, wo meine Zukunft von einer Prüfung abhängt, von daher ist es für mich okay zu spielen“, erklärt die 31-jährige Lehrerin ihren Entschluss. Und sie ergänzt: „Ich finde es natürlich gut, dass alle geimpft sein müssen, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Außerdem werden wir weiterhin getestet.“ Der Scheeßeler Arzt Dr. Timo Behrens übernimmt das vor dem Spiel bei den Hurricanes.

Wenig Verständnis bringt Mankertz jedoch dafür auf, dass „Spiele trotz positiver Tests nicht abgesagt werden. In der ersten Liga und auch in anderen Sportarten gab es da ja schon ein paar Vorfälle, wo im Nachhinein dann das gegnerische Team und auch noch mehrere Spieler, die zum Zeitpunkt vor dem Spiel noch negativ getestet wurden, positiv waren“. Gleichzeitig sei es aber für die Liga nicht einfach, da die Saison ja im Mai beendet sein müsse. „Echt schwer, jedem und jeder Situation gerecht zu werden“, findet der Guard.

Ich rechne schon damit, dass es auch uns irgendwann treffen wird.

Hurricnes-Coach Christian Greve

Eine Unterbrechung der Saison oder der Verzicht auf Zuschauer – wie im Vorjahr – scheint für die Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) aktuell kein Thema zu sein. „Ich kann mir vorstellen, dass die Liga darauf baut, dass an den Standorten umsichtig damit umgegangen wird“, vermutet Coach Christian Greve. Bisher hatte sein Team noch keinen Corona-Fall in den eigenen Reihen. Greve sagt aber: „Ich rechne schon damit, dass es auch uns irgendwann treffen wird.“ Um das Risiko auch auf der Tribüne möglichst gering zu halten, senken die Hurricanes ihre Kapazität bei Heimspielen auf 200 Zuschauer – zudem gilt die 2G-plus-Regel sowie eine zusätzliche FFP2-Maskenpflicht auch am Sitzplatz.

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