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Phil-Luca Stölpe erzielt ersten Dreierpack

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Von: Hendrik Denkmann

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Dreifachtorschütze Phil-Luca Stölpe (2.v.r.) holt sich die Glückwünsche bei seinen Mitspielern ab.
Dreifachtorschütze Phil-Luca Stölpe (2.v.r.) holt sich die Glückwünsche bei seinen Mitspielern ab. © Denkmann

Drei Tore in einem Spiel - das ist Phil-Luca Stölpe zuvor noch nie gelungen. Damit war er maßgeblich am Erfolg seines TuS Bothel beteiligt.

Bothel – In der Halbzeitpause der Fußball-Kreisliga-Partie gegen den MTV Hesedorf machten sich die Auswechselspieler des TuS Bothel mit Lattenschießen warm. Zahlreiche Schüsse hatten das Ziel aber verfehlt. Auf die Latte hatte es Startelf-Spieler Phil-Luca Stölpe nicht abgesehen. Er traf insgesamt dreimal in das Tor und führte seine Mannen somit fast im Alleingang zum 4:1 (1:1)-Auftakterfolg in der Abstiegsrunde.

Nach dem Abpfiff war er deshalb auch für jeden seiner Mitspieler das erste Ziel. Jeder wollte den offensiven Mittelfeldakteur abklatschen und vor Freude umarmen, nachdem ihm persönlich ein Novum gelungen war. „Das war mein erster Dreierpack überhaupt in meinem Leben“, verriet Stölpe mit einem breiten Grinsen. Beim Torschuss vor der Partie habe er noch nicht gemerkt, dass es sein Tag werden könne. Er meinte daher auch nur: „Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß.“ In seinem Fall war der oft zitierte Satz allerdings nicht negativ behaftet.

Reitmann zieht in der Torjägerliste wieder davon

Denn: Bereits in der Anfangsphase war Stölpe direkt im Spiel, als er einen zu kurz geratenen Klärungsversuch der Gäste per Volley zur 1:0-Führung nutzte (5.). Die Freude währte jedoch nur kurz, da Kristian Reitmann drei Minuten später ausglich. Es war schon der 22. Saisontreffer, mit dem Hesedorfs Goalgetter sich wieder an die alleinige Spitze der Torjägerliste absetzte. Auch Bothels Coach Dennis Schlifelner verwies auf das Klassement und erkannte an: „Er ist schon sehr wichtig für deren Spiel.“ Dies zeigte sich vor allem in Durchgang zwei. Nachdem Patrick Tiedemann Reitmann ersetzt hatte (46.), lief im Spiel der Gäste kaum noch etwas zusammen, Chancen wurden Mangelware. Anders war es noch in Hälfte eins gewesen, was denn auch mit dem Auftreten der Gastgeber zu tun hatte. „Wir sind nach dem Dämpfer zum 1:1 aus dem Spiel gewesen und haben uns kaum noch gezeigt“, bemerkte auch Schlifelner, der seinen elf Mannen dennoch vertraute und zunächst keine Wechsel vornahm.

Die Geduld zahlte sich bereits nach neun Minuten aus, als Stölpe zum Dribbling im Strafraum der Gäste ansetzte, zwei Abwehrspieler umkurvte und dann am ausgefahrenen Bein des dritten hängen blieb. Schiedsrichter Bernd Rössel (MTV Wohnste) entschied auf Elfmeter, den Nico Schanowski zum 2:1 nutzte. Weitere sieben Minuten später war es erneut Stölpe, der per Direktabnahme unten links einnetzte. Besonders sehenswert: Bruder Bjarne Stölpe bereitete das Tor per Brustablage vor. Auch deshalb lobte Schlifelner nach der Partie: „Die zweite Halbzeit hat wirklich Spaß gemacht.“

Bothel hält sich an der Spitze

Schluss war nach dem 3:1 noch nicht. Nachdem Stölpe zuvor zweimal mit dem Fuß getroffen hatte, setzte er dieses Mal nach einer Schanowski-Ecke noch per Kopf einen drauf (67.). Die Spielfreude bemerkte auch sein Coach: „Es ist bei Phil immer so eine Sache. Wenn er will, dann kann er es auch richtig.“

Für Bothel war es der erste Dreier im ersten Spiel der Abstiegsrunde. Durch den Sieg gegen den Tabellenzweiten, den MTV Hesedorf, steht das Team aus dem Altkreis nun weiterhin auf Rang eins und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Elf Punkte trennen den Primus bereits von den Abstiegsrängen – bei noch sechs zu spielenden Partien. Phil-Luca Stölpe sagte daher auch: „Das ist gerade nach dem Spiel in Sittensen (1:3-Testspiel-Niederlage gegen den FC Nordheide aus der 1. Kreisklasse Süd, Anm. d. Red.) gut. Da war die Moral unten. So wie jetzt kann es aber nun gerne weitergehen.“ Dem schloss sich auch Schlifelner an.

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