Pflegeleichte Durchstarter

Max und Jan Friesen setzen ihre Duftmarke in der U17-Regionalliga

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Gemeinsame Sache machen Max (l.) und Jan Friesen schon immer. Einst spielten sie für den JFV Rotenburg, seit 2015 sind sie für den JFV A/O/Heeslingen am Ball. Dort sind die 17-jährigen Zwillinge als Innenverteidiger und Stürmer im Regionalliga-Team gesetzt.

Rotenburg/Ahlerstedt - Von Manfred Krause. Beste Werbung für den Jugendfußball betreiben in dieser Saison die U 17-Fußballer des JFV A/O/Heeslingen. Der Regionalliga-Aufsteiger agiert mutig, offensiv ausgerichtet und auch noch erfolgreich. Mitten drin im Geschehen beim Tabellensechsten sind die Rotenburger Jan und Max Friesen. Die Zwillinge wechselten vor zweieinhalb Jahren vom JFV Rotenburg zum U 15-Nachwuchs ins Waldstadion und nahmen eine tolle Entwicklung. Längst zählen die beiden 17-Jährigen zu den Leistungsträgern im Kader von Coach Yannick Viol.

Der Papa sorgte dafür, dass sie früh ihre Vorliebe für den Fußball entdeckten. Dimitrij Friesen trainierte damals die D-Jugend von Fortuna 83 Rotenburg, legte dort wichtige Basics und holte mit seinen Jungs die Meisterschaft. Danach wechselten beide in den neu gegründeten JFV Rotenburg und unterstrichen dort ihr großes Talent. „Wir haben dann noch eine Saison unter Trainer Martin Luther gespielt. Das war eine schöne Zeit“, so Max Friesen. Das Duo stand zudem im Zevener DFB-Stützpunkt-Kader unter Coach Mirko Friedrich. Und spätestens beim Avacon-Cup 2014 in Barsinghausen schrieben die anwesenden Scouts aus den Bundesliga-Nachwuchszentren den Namen Friesen oft doppelt ins Notizbuch.

2015 dann der Wechsel zum JFV A/O/Heeslingen. „Dort war Torsten Eberst unser Trainer. Ihn kannten wir bereits vom DFB-Stützpunkt Oyten“, erzählt Jan Friesen, der exakt 18 Minuten älter ist als sein Bruder. Mit 17 Toren hatte er auch einen großen Anteil am Gewinn der Landesliga-Meisterschaft. „Das sind zwei tolle Jungs, die bringen fußballerisch eine Menge mit. Sie haben auch einen sehr guten Charakter, ihre Einstellung stimmt und beide sind zudem pflegeleicht“, sagt Eberst.

„Wir mussten uns schon enorm umstellen. Das Training war anspruchsvoller, die Spiele hatten ein deutlich höheres Niveau. Doch wir haben uns schnell eingelebt und weiterentwickelt“, findet Max Friesen. Es folgte eine beeindruckende U 16-Spielzeit, an dessen Ende der souveräne Landesliga-Titel stand. Stürmer Jan Friesen haute richtig einen raus, holte sich mit 25 Treffern unangefochten die Torjäger-Krone. „Die Saison verlief überragend, denn wir schafften mit einem tollen Team neben der Meisterschaft auch den Dana-Cup und den Bezirkspokal“, schwärmt er rückblickend. Dass das Finale vor der eigenen Haustür im Rotenburger Stadion in der Ahe ausgetragen wurde, sorgte für zusätzliche Motivation.

Was für eine Erfolgsgeschichte, die die Friesen- Brothers in nur zwei Spielzeiten erlebten. Außerdem nahmen sie technisch, taktisch und vom Selbstbewusstsein her eine ungeheure Entwicklung. Das macht auch Yannick Viol deutlich. Der Erfolgstrainer der U 17 erzählt: „Max ist eher als Ergänzungsspieler in den Kader gerückt, hat sich aber toll entwickelt. Wir haben ihn aus der Not heraus zum Verteidiger umgeschult. Seine Spieleröffnung ist klasse, er kann ein hohes Tempo gehen und hat immer Lösungen parat. Jan war eher ein spielender Stürmer. Ich wollte aber einen Strafraumspieler, der unter anderem die Bälle festmacht, bei Chancen auch egoistisch agiert. Doch nicht nur in den Dingen hat er sich toll entwickelt. Sein Kopfballspiel ist eine echte Waffe.“ Viol bestimmte den Stürmer sogar zum Kapitän. „Jan hat sich die Binde verdient, denn er geht vorweg und hat immer eine super Einstellung“, so der 23-jährige Trainer.

Jan Friesen machte auch im Niedersachsen-Pokal gegen den Bundesligisten Hannover 96 mit seinem 1:0-Siegtor den Einzug ins Halbfinale perfekt. Um im Anschluss an das Highlight zu einem einwöchigen Probetraining von den Roten eingeladen wurde. „Ich hätte in den Kader wechseln können, aber ohne Platz im Internat. Das habe ich mit meinen Eltern diskutiert und dann doch Abstand davon genommen. Der Zeitaufwand ist zu groß“, gesteht er. Zumal es schon so ein „Riesenaufwand ist, den unsere Eltern betreiben“. Die Elftklässler des Rotenburger Ratsgymnasiums haben aber schon einen klaren Plan: „Wir wollen so hoch wie möglich spielen und vielleicht den Sprung in ein Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum packen“, betonen beide unabhängig voneinander.

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