Volker Mitschke untermauert Kritik

Dimitri Peters wäre „Zweiter geworden“

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London 2012 - Judo

Rotenburg - Volker Mitschke hat seine Vorwürfe in Richtung des Deutschen Judo-Bund (DJB) untermauert und sieht sich nach dem schlechtesten Abschneiden der deutschen Kampfsportler bei Olympia seit Sydney 2000 bestätigt. „Man kann das nur faktisch lösen, wer zu den Olympischen Spielen fährt, aber es waren emotionale Dinge, die entschieden haben. Es ging darum, wer zu welchem Landesverband gehört“, betonte der Trainer des TuS Rotenburg, der in der Wümmestadt Dimitri Peters zum Weltklasse-Judoka geformt hatte.

Klare Worte: Volker Mitschke.

Mitschke kritisierte damit erneut die Nichtnominierung von Peters, dem Olympia-Dritten von London 2012. Ihm war der Leverkusener Karl-Richard Frey vorgezogen worden – und der musste im Kampf um Bronze die Segel gegen den Franzosen Cyrille Maret streichen und wurde Fünfter. Mitschke ist überzeugt, dass der inzwischen für das Judo-Team Hannover startende Peters weitergekommen wäre. „Ob er das Finale gewonnen hätte, weiß ich nicht. Auf dem zweiten Platz wäre er aber garantiert gewesen“, meint Mitschke. Über Vize-Weltmeister Frey, der nur 20 Weltranglisten-Punkte mehr hatte als Peters, sagt er: „Der wird mal richtig gut, aber er braucht noch zwei Jahre. Es war eine rein politische Entscheidung, dass man ihn jetzt bevorzugt hat.“

Die deutschen Männer, die vor vier Jahren in London noch drei Medaillen geholt hatten, gingen dieses Mal leer aus. „Es ist schade, wir hätten schon noch eine Medaille gebraucht, denn die Förderung ist ja davon abhängig, was bei Olympia erreicht wird“, sagt der Judo-Abteilungsleiter des TuS Rotenburg.

Dimitri Peters, der statt dessen den Familienurlaub genoss, äußerte sich nicht öffentlich zur Platzierung von Frey. Er hatte aber Ende Juli erklärt, dass die Nichtnominierung „zwar eine riesige Enttäuschung“ gewesen sei, „aber von der internationalen Bühne werde ich noch nicht zurücktreten. Mein nächstes Ziel wird im kommenden Jahr die Weltmeisterschaft sein. Auch werde ich in naher Zukunft meine Sportlerkarriere um einen wichtigen Baustein – nämlich um eine Trainer-A-Ausbildung – ergänzen.“ 

maf

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