Bronzemedaillengewinner kehrt mit Traumschiff heim

Peters schnappt sich Platz an der Reling

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Vielgefragter Mann: Dimitri Peters, Bronzemedaillengewinner von London, schrieb so viele Autogramme wie noch nie.

Kreis-Rotenburg - Aus Hamburg berichtetMatthias FreeseHAMBURG · „Turnfloh“ Fabian Hambüchen hatte Pech gehabt. Bei der Ankunft der MS Deutschland musste er seinen Fotoapparat schon in die Höhe halten, denn ihm blieb nur der Platz in der zweiten Reihe – direkt hinter Dimitri Peters, der von der Reling grüßte. Der Bronzemedaillengewinner von London besaß optimale Sicht, als die Massen gestern vor dem Hamburg Cruise Center den Olympia-Heimkehrern zujubelten. „Die Einfahrt war absolut geil“, staunte der 28-jährige Judoka des TuS Rotenburg über die Kulisse.

Mit einiger Verspätung kam das Traumschiff an. 217 Olympia-Teilnehmern hatten diese Art der Rückreise gewählt und die „MS Deutschland“ für 36 Stunden zum Party-Dampfer umfunktioniert. Um 10.47 Uhr, rund eine halbe Stunde nach dem Anlegemanöver, gingen die ersten Athleten von Bord, Dimitri Peters folgte exakt acht Minuten später an der Seite von Schwergewichtler Andreas Tölzer, ebenfalls Bronzemedaillengewinner.

Die 650 Gramm schweren „Andenken“ hatten sie um den Hals hängen – zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht ahnend, dass der „Triumphzug der Gladiatoren“ ein harter Gang für sie werden sollte. Die Veranstalter hatten zwar etliche freundliche Helfer zusammengetrommelt, doch waren organisatorische Mängel nicht zu übersehen. So mussten sich die Athleten, um zur Autogrammmeile oder ihren Familien vorzudringen, mitten durch das Volk drängeln – ein abgesperrter Gang fehlte.

Deshalb dauerte es auch über eine Stunde, ehe Dimitri Peters seinem Olympia-Stützpunkt-Trainer Sven Loll in die Arme fallen konnte. Doch schon wenige Augenblicke später hatten die Autogrammjäger Peters erspäht; der Rotenburger schrieb so lange, dass er fast eine Sehnenscheidenentzündung erlitt – und wurde dann auf die große Showbühne zum Interview gebeten. Dort wurde er von NDR-Moderator Alexander Bommes auch nach der Anwesenheit von Wladimir Putin während seines Halbfinalkampfes gegen Tagir Khaibulaev befragt. Nein, zu einem Kontakt mit dem russischen Staatspräsidenten sei es nicht gekommen, meinte Peters. Und fügte ganz cool an: „Aber ich hätte ihm schon gern den Tag vermiest und gewonnen.“

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