Rotenburger siegt vier Sekunden vor Ende / „Ich freue mich riesig“ / Auch mit Nationalteam Dritter

Peters packt sich WM-Bronze

+
Dimitri Peters schreit es raus: Rotenburgs Judo-Ass hat WM-Bronze gewonnen. ·

Rotenburg - Hochspannung bis zum Schluss: Bei der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro lag Judoka Dimitri Peters (TuS Rotenburg) im Kampf um Platz drei fünf Sekunden vor Schluss noch gegen Soyib Kurbanov aus Usbekistan zurück. Der Unterstedter gab aber nicht auf und bewies eindrucksvoll seine Stärke. Durch einen Schulterwurf war es doch noch geschafft: Rotenburgs Riese sicherte sich in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm durch eine Wazaari-Wertung Bronze. Gestern Abend folgte der nächste Streich: Peters siegte mit dem Nationalteam gegen Usbekistan im Kampf um Platz drei und holte damit seine zweite Bronzemedaille.

„Ich bin hergekommen, um eine Medaille zu holen. Das Ziel habe ich erreicht. Ich freue mich riesig“, sagte Peters, dem die Anstrengung sichtlich ins Gesicht geschrieben war.

Bis dahin war es jedoch ein sehr anstrengener Weg. Gleich zu Beginn bekam es der 29-Jährige mit dem derzeitigen Weltranglisten-Elften Renan Nunes aus Brasilien zu tun. Peters dominierte den Kampf, zwei O-Uchi-Gari-Angriffe (Wurftechnik) wurden ihm jedoch nicht angerechnet. Schließlich erzielte der Unterstedter aber doch noch eine Yuko-Wertung und stand in der zweiten Runde.

Dort wartete Sergio Garcia. Gegen den Olympia-Dritten war der mexikanische Weltranglisten-60. ohne jegliche Chance. Nach 34 Sekunden ging Peters durch die Wurftechnik O-Soto-Gari als Sieger von der Matte.

Peters hatte es anschließend mit Elmar Gasimov, derzeit Achtbester der Weltrangliste, zu tun. Der Judoka aus Aserbaidschan hatte dem 29-Jährigen nicht viel entgegenzusetzen und bekam für seine Inaktivität gleich zwei Wertungen gegen sich. Peters zog somit ins Viertelfinale ein.

Mit dem Niederländer Henk Grol, dem späteren Vize-Weltmeister, traf der Sportsoldat auf einen alten Bekannten. Bereits bei den Olympischen Spielen in London standen sich beide gegenüber. Damals hatte der Unterstedter im Golden Score das bessere Ende für sich. Auch dieses Mal verlief der Kampf ausgeglichen. Zwei Bestrafungen wegen Passivität kosteten Peters den Sieg im Pool C. Somit musste er über die Trostrunde hoffen, doch noch die ersehnte Medaille zu gewinnen. Ramziddin Sayidov (Usbekistan) hatte mit dem 29-Jährigen noch eine Rechnung offen, schließlich hatte Peters ihn in London im Kampf um Platz drei besiegt. Aber auch dieses Mal war der Deutsche nicht zu schlagen, wodurch die Medaille zum Greifen nah war. Einzig Soyib Kurbanov konnte ihm die noch streitig machen. Lange Zeit sah es auch danach aus, doch Peters steckte nicht auf. Sekunden vor Schluss gelang ihm schließlich der siegbringende Wurf. Gold gewann Elkhan Mammadov aus Aserbaidschan. · ml

Gefährliche Sternenjagd für Marc und Jens  - Tag 9 im Camp

Gefährliche Sternenjagd für Marc und Jens  - Tag 9 im Camp

Einzelkritik: Delaney lässt sein Potential aufblitzen

Einzelkritik: Delaney lässt sein Potential aufblitzen

Fieberhafte Suche nach Vermissten an verschüttetem Hotel

Fieberhafte Suche nach Vermissten an verschüttetem Hotel

Schürrle und Piszczek stechen Bartels aus

Schürrle und Piszczek stechen Bartels aus

Meistgelesene Artikel

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Schmitz erhöht Druck auf Etablierte

Schmitz erhöht Druck auf Etablierte

Alles fix: Freigabe für Toni Fahrner

Alles fix: Freigabe für Toni Fahrner

Kommentare