DM, EM, WM – Rotenburger Judoka meistert vollen Kampfkalender

Peters legt Grundstein für die Olympischen Spiele

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Kreiszeitung Syke

Rotenburg - Wo andere Urlaub machen, beginnt für Dimitri Peters der Schlussangriff auf das Ticket für die Olympischen Spiele in London: Gestern reiste das Judo-Aushängeschild des TuS Rotenburg mit der Nationalmannschaft zum schweißtreibenden Test- und Analyse-Lehrgang ins österreichische Rauris, im Anschluss daran folgt ein Trainingslager in Mittersill.

Der Unterstedter liegt in seiner Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm auf Olympia-Kurs – das ist schon mal klar. „Aber ich muss noch einige Ranglistenpunkte holen, damit Benjamin Behrla sich nicht noch vorbeidrängelt“, sagt der 26-jährige Zeitsoldat mit Blick auf seinen Rivalen aus Emsdetten, der ihm vor dreieinhalb Jahren das Ticket weggeschnappt hatte. Die Grundlagen für eine London-Teilnahme legte Peters 2011 – und das trotz einiger Knieprobleme, die ihm bei der Deutschen Meisterschaft noch den Titel gekostet hatten. „Das war mein erster Wettkampf nach der Auszeit. Ich war froh, dass ich überhaupt wieder kämpfen konnte“, erinnert sich Peters, der damals im Finale an Dino Pfeiffer (BC Karlsruhe) gescheitert war. Im vollgepackten Kampfjahr folgte im Frühjahr die EM in Istanbul, die für den Stabsgefreiten in der dritten Runde gegen den Israeli Ariel Zeevi beendet war. Bei der WM in Paris stieß der „Rotenburger Bär“ mit sibirischen Wurzeln bis ins Achtelfinale vor. Umso beachtlicher angesichts der Tatsache, dass er dort am späteren Weltmeister, dem Russen Tagir Khaybulaev, nur ganz knapp scheiterte.

Das Jahr schloss Peters mit dem Grand-Prix im chinesischen Qingdao (in Runde drei hatte erneut Zeevi das bessere Ende) und auf Rang 24 der Weltrangliste ab. Da sich die 22 Besten für die Olympischen Spiele qualifizieren, aber nur ein Kämpfer pro Nation antreten darf, liegt Peters aktuell im Soll – Rivale Behrla lauert allerdings fünf Plätze hinter ihm. „Noch habe ich mich nicht sicher qualifiziert“, warnt er vor voreiligen Schlüssen und denkt an die nächsten Turniere in Tiflis, Paris und Düsseldorf: „Es wäre natürlich eine große Ehre, in London dabei zu sein. Deshalb will ich so schnell wie möglich die Qualifikation holen.“ · maf

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