Rotenburgs Judo-Ass holt Olympia-Bronze / „Das ist der Hammer“

Peters erfüllt sich in London seinen Kindheitstraum

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Dimitri Peters

Start-Nr. 11: Rotenburg - Ohne Frage: Für Dimitri Peters, Judo-Ass und Aushängeschild des TuS Rotenburg, war 2012 das erfolgreichste seiner Karriere.

Neben zahlreichen Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene feierte der in Unterstedt aufgewachsene Peters bei den Olympischen Spielen in London in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm den Gewinn der Bronzemedaille. Im kleinen Finale bezwang der 28-Jährige den Usbeken Ramziddin Sayidov und machte die Sensation perfekt.

„Davon hab ich seit meiner Kindheit geträumt. Ich wollte immer beim größten Sportereignis der Welt dabei sein. Dort eine Medaille zu holen, ist der Hammer“, erzählt Peters, der für diesen Erfolg von Bundespräsident Joachim Gauck das Silberne Lorbeerblatt – die höchste sportliche Auszeichnung der Bundesrepublik – erhielt. „Nebenbei“ sicherte sich der Judoka auch noch den Deutschen Meistertitel mit der Bundesliga-Mannschaft des TSV Abensberg und wurde Europacup-Sieger.

Doch trotz seiner Erfolge hat er nie vergessen, wo seine Wurzeln liegen. „Heinrich Friauf und Volker Mitschke (Judo-Trainer des TuS Rotenburg, Anm. d. Red.) haben mich damals entdeckt und gefördert. Ohne die beiden wäre ich nie so weit gekommen“, zeigt sich der 28-Jährige auch heute noch dankbar darüber.

Die Bestätigung für seine Vereinstreue durfte Peters nach seinem Olympia-Triumph in seiner Heimat erfahren. Auf dem Pferdemarkt bescherten ihm die Stadt und rund 2 500 Fans einen ebenso großen wie herzlichen Empfang. „Das ging mir schon sehr nah. Am Anfang konnte ich gar nicht glauben, dass die ganzen Menschen wirklich nur für mich gekommen waren. Einfach unbeschreiblich“, erinnert sich Peters noch gerne zurück.

Sich jetzt allerdings mit seiner Bronzemedaille zur Ruhe zu setzen, kommt für den zweifachen Familienvater definitiv nicht in Frage. Im Gegenteil: „Ich will noch weitere Erfolge feiern. In meiner Sammlung fehlen noch der Europa- und der Weltmeistertitel. Die würde ich noch gerne holen.“ Und der Judoka fügt hinzu: „Ich lebe für den Sport. In der Zeit nach den Olympischen Spielen habe ich richtig gemerkt, dass ich unruhig geworden bin.“ · ml

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