Rotenburger Judoka siegt beim Europa-Cup / „Quali für Olympia holen“

Peters bezwingt Erzrivalen

Rotenburg - Von Dennis SchottDas Finale beim Europa-Cup in Hamburg versprach Spannung. Schließlich standen sich mit Dimitri Peters und Benjamin Behrla zwei alte Bekannte gegenüber. Zur Erinnerung: Behrla schnappte Peters seinerzeit den Olympia-Startplatz vor der Nase weg. Doch dieses Mal behielt der Rotenburger die Oberhand. Mit einer 10:0-Wertung entschied Peters das Finale in der Klasse bis 100 Kilogramm für sich.

Der Schlüssel zu Peters Erfolg war letztlich ein Armhebel, aus dem sich sein Kontrahent nicht mehr befreien konnte. Damit war der Kampf schon nach 2:22 Minuten entschieden.

Es war von Beginn an ein souveräner Auftritt des EM-Bronzemedaillen-Gewinners. Das erste Aufeinandertreffen gegen den Briten Joshua Butler entschied der Rotenburger bereits nach 44 Sekunden für sich. Im zweiten Duell gegen Santyago Diaz Lopez hatte er zwar etwas mehr Mühe, doch nach 3:36 Minuten stand für den 25-Jährigen auch hier ein glatter 10:0-Sieg zu Buche. Gegen den Niederländer Berend Rooda machte Peters wiederum kurzen Prozess, sodass schon nach 1:04 Minuten der Sieg feststand.

Die erste, wirklich ernsthafte Prüfung stand Peters im Halbfinale bevor, als ihm Ex-Weltmeister Maxim Rakov gegenüberstand. Der Kampf ging über die volle Distanz, doch Peters sammelte deutlich mehr Punkte und siegte mit sieben Zählern Vorsprung.

Der Weg für das prestigeträchtige Finale gegen Benjamin Behrla war damit frei. Es war ein ebenfalls imposanter Wettkampf, den Peters’ Kontrahent zuvor auf die Matte gezaubert hatte. Nach zähem Beginn gegen den Weißrussen Anton Martsulevich schickte Behrla seinen Viertelfinal-Gegner, den Schweden Viktor Carlsson, nach nur neun Sekunden nach Hause. Im Halbfinale gegen den Deutschen Meister Dino Pfeiffer musste er zwar über die volle Distanz gehen, setzte sich am Ende aber klar mit 5:0 durch. Im Finale musste er gegen Peters jedoch schließlich die Segel streichen.

Ausruhen darf sich der Rotenburger auf diesem Erfolg allerdings nicht. Peters befindet sich inmitten der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die vom 23. bis 28. August in Paris ausgetragen wird. Sein Ziel hat sich Peters dabei schon klar und unmissverständlich gesetzt. „Wichtig ist, den Qualiplatz für Olympia zu holen. Noch lieber aber wäre mir eine Medaille“, erklärt der Judoka.

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