Visselhövede nach 1:0 gegen Ritterhude in Feierlaune / „Es läuft einfach“

Peters Abseitsangst ist unbegründet

Auf dem Weg zum entscheidenden Siegtor: Mirko Peter überwindet Keeper Meik Jeschin.
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Auf dem Weg zum entscheidenden Siegtor: Mirko Peter überwindet Keeper Meik Jeschin.

Visselhövede – In der Kabine des VfL Visselhövede hängt seit Saisonbeginn ein Zettel an der Wand – unterschrieben von der kompletten Mannschaft. Hinter den darauf formulierten Saisonzielen kann der Aufsteiger bereits den ersten Haken setzen. Die Vorgabe, acht Zähler aus den ersten fünf Partien der Fußball-Bezirksliga einzuheimsen, haben die Heidestädter bereits am dritten Spieltag übererfüllt. Der 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Vorjahresdritten TuSG Ritterhude vor rund 130 Zuschauern war bereits der dritte Dreier am Stück. „Zurzeit läuft es einfach“, stellte der Siegtorschütze Mirko Peter treffend fest.

Vorerst letztes Spiel für Penzhorn

Der vom TV Hassendorf gekommene Zehner entschied die Partie in der 59. Minute nach einer Balleroberung von Michael Lohmann und einem Zuspiel von Finn Vollmer wie ein echter Torjäger. Er umkurvte noch Keeper Meik Jeschin und schob aus spitzem Winkel ein. Später gestand er: „Ich habe echt gedacht, der pfeift mich wegen Abseits zurück.“ Die Sorge war unbegründet, Schiedsrichter Till Reese (Viktoria Rethem) hatte nichts auszusetzen.

Es war eine durchaus verdiente Führung, denn nach einer Viertelstunde hatte Visselhövede immer besser ins Spiel gefunden und zunehmend die Kontrolle übernommen. Beste Chancen vergaben bereits vor der Pause der als Sturmspitze unermüdlich rackender Vollmer (26.), Ole Bruns (32.), Patrick Peter per Kopf (33.) und Yunes Parvizi (40.). Hinten hatte Björn Penzhorn in seinem vorerst letzten Spiel (er verabschiedet sich bis Jahresende wegen seines Studiums nach Süddeutschland) die Lufthoheit. Neben ihm verteidigte Jan-Hendrik Warncke sicher.

Erst in der Schlussphase nistete sich Ritterhude in der Hälfte der Gastgeber ein und erhöhte spürbar den Druck. Visselhövede verlagerte sich aufs Kontern und hätte durch Vollmer und Endrit Hasanaj engültig für Ruhe sorgen müssen – beide trafen frei vor der Kiste aber nur den Pfosten (86./90.+4). Trainer Thomas Heidler störte sich daran angesichts des Sieges nicht. „Wir haben gegen eine technische richtig starke Mannschaft gewonnen. Megageil, wenn du nach drei Spielen neun Punkte hast – das ist der Wahnsinn“, bemerkte er. Und der in höheren Ligen erprobte Mirko Peter betonte: „Wir wollen nicht in die Abstiegsrunde, sondern lieber in der Aufstiegsrunde unsere Ruhe haben.“ Da ist dieser Saisonstart ohne Frage ein gutes Fundament, auch wenn der Coach den Zettel noch hängen lässt. „Da stehen ja noch ein paar andere Ziele drauf“, merkte er bester Laune an und verabschiedete sich in die Kabine, wo die Mannschft sich ausgelassen zum Jubelfoto versammelte.

Von Matthias Freese

Da ist das gute Stück: Für seinen Titel in der Kreisliga erhielt der VfL Visselhövede vor dem Anpfiff mit etwas Verspätung die Meisterplakette überreicht – hier präsentiert von Kapitän Patrick Peter.

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