Peter Ludwig peilt mit Westerholz den Kreisliga-Titel an / „Können in der Bezirksliga mithalten“

„Daran lassen wir uns messen“

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Peter Ludwig hat gut Lachen: Der Coach liegt mit seinem TuS Westerholz auf Rang eins und hat auch vor, diesen nach der Winterpause zu verteidigen.

Westerholz - Von Matthias Freese. Zwischenziel erreicht: Der TuS Westerholz geht als Spitzenreiter in die Winterpause der Fußball-Kreisliga. Coach Peter Ludwig hat denn auch schon für die nächste Saison zugesagt (wir berichteten). Warum er optimistisch ist, dass er sein torhungriges Team dann in der Bezirksliga trainieren wird, erzählt der 58-Jährige im Interview.

Wer als Spitzenreiter in die Winterpause geht, kann doch jetzt auch ganz offensiv den Titel als Ziel ausgeben, oder?

Peter Ludwig: Ich habe ja von vornherein gesagt, dass wir oben mitspielen wollen, das war also schon vor der Saison absolut mein Ziel, obwohl wir von der Konkurrenz nie als Favorit genannt worden sind. Ich brauche da also nichts zu korrigieren, wir liegen im Soll. Daran lasse ich mich mit der Mannschaft auch messen. Und wenn es nicht diese Saison klappt, dann in der nächsten. Ich habe damals beim SV Hamersen auch drei Jahre gebraucht.

Wäre Ihr Team denn schon reif für die Bezirksliga?

Ludwig: Mit Sicherheit. Wir haben Anfang November mal ein Trainingsspiel beim Landesligisten Jahn Schneverdingen gemacht. Da konnten wir richtig gut mithalten. Wir hatten drei Tore erzielt, die hatten ein Tor. Auch der TV Stemmen hat noch Revanchegelüste, gegen die haben wir im Sommer 2:0 gewonnen – bisher unser einziges Spiel zu null. Ich bin überzeugt: Wir können da schon in der Bezirksliga mithalten – aber eine Mannschaft wie der SV Ippensen natürlich auch.

Aber wenn Goalgetter Jan Ostenfeld mal aussetzen muss – wie nach seiner Roten Karte –, läuft es nicht so rund …

Ludwig: Ja, das stimmt. Ich kann viele Spieler ersetzen, aber Jan Ostenfeld nicht. Er hat als gewählter Kapitän ohnehin eine besondere Rolle. Und mit 29 Jahren ist er im besten Fußballalter.

Ist in der Kreisliga ein guter Sturm wichtiger als eine gute Abwehr?

Ludwig: Ja, auf jeden Fall. Wir können es kompensieren, wenn wir mal zwei oder drei Tore bekommen – das weiß die Mannschaft. Wir haben in 14 Spielen 51 Tore geschossen.

Aber eben auch schon 24 kassiert. Woran liegt es?

Ludwig: Die Abwehr ist ein Sorgenkind, da müssen wir noch lernen – das kriegen wir aber hin. Wir haben es in der Vergangenheit doch schon bewiesen, dass wir es besser können. Und wenn man guckt, wer da spielt, sind wir auch ganz toll bestückt – das ist von den Namen her nicht schlechter als in der Offensive. Aber wir müssen uns auf dem Platz teilweise disziplinierter verhalten und den Kollegen hinten nicht alleine lassen.

Die Abwehr agiert bisweilen zu offen, zu offensiv. Lässt sich das nicht abstellen?

Ludwig: Wir haben immer ein klassisches 4-4-2 gespielt, da stand die erste Viererkette zehn bis 15 Meter vor dem Strafraum und die nächste zehn bis 15 Meter davor – aber jedes Mal haben wir eine Bude gekriegt, sind oft in Rückstand geraten und haben dann mehrfach im Endspurt den Ausgleich geschafft. Daraufhin habe ich gesagt: Wir gehen jetzt von der ersten Minute an vorne drauf. Seit drei Spielen, seit der Karlshöfen-Partie, versuchen wir es jetzt mit dem Pressing. Die Gegentore kassieren wir trotzdem, aber immerhin gehen wir nicht mehr in Rückstand.

Jens Behrens, Luca Busch, Nils Rathje oder Finn Geffken kommen quasi frisch aus der U19 – welchen Anteil haben sie bereits am Erfolg.

Ludwig: Einen großen Anteil. Sie haben frisches Blut reingebracht. Wir waren letzte Saison ja sehr dünn besetzt, unsere Reserve spielt in der 3. Kreisklasse, da ist auch nicht so viel zu holen. Jens Behrens hat ja schon in der letzten Rückrunde gespielt, Nils Rathje ist ein ungeschliffener Diamant, dem ich das Verspielte schon noch austreiben werde. Im Sommer kommt sein Bruder Pascal auch dazu. Und wenn man sieht, wie abgezockt Luca Busch schon ist – der kann mit Oliver Demant und Jan-Philipp Thom schon mithalten. In der Mannschaft steckt so viel Potenzial, daran werden wir noch viel Freude haben.

Am 28. Februar geht die Saison mit dem Heimspiel gegen den TV Sottrum weiter. Wer sind denn Ihre größten Konkurrenten im Titelkampf?

Ludwig: Sottrum ist sehr stabil geworden, da habe ich hohen Respekt vor, wie sich das dort entwickelt hat – und ich gucke auch neidvoll dorthin, wie oft die schon zu null gespielt haben. Ich denke, Ippensen, Sottrum, der MTSV Selsingen, der Heeslinger SC II und wir sind alle dabei. Das wird noch eine ganz heiße Kiste werden. Und ich finde: Die Kreisliga ist diese Saison verdammt stark.

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