Verein bekommt 750 Euro Strafe für Übergriff eines Fans auf Schiedsrichtergespann

SV Pennigbüttel muss zahlen

Die Spieler des Rotenburger SV wahrten während der Partie gegen den SV Komet Pennigbüttel Abstand zu Schiedsrichter Nikolas Wilckens (2.v.l.). Nicht so ein Fan der Hausherren, der gegenüber beiden Assistenten sogar handgreiflich wurde. - Foto: Freese

Rotenburg - Teures Nachspiel für den SV Komet Pennigbüttel nach dem Fußball-Landesligaspiel gegen den Rotenburger SV.

Ein Fan hatte nach dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den Rotenburger SV (1:1) am 5. April das Schiedsrichtergespann um Referee Nikolas Wilckens (SV Drochtersen/Assel) tätlich angegriffen. Das Bezirkssportgericht Lüneburg unter Vorsitz von Rüdiger Wiegand (Rotenburg) hat in einem schriftlichen Verfahren das Urteil für das Vergehen gefällt. Der Verein muss 750 Euro Strafe zuzüglich 30 Euro Verfahrenskosten zahlen.

Verein hat sich der Pflichtverletzung schuldig gemacht

Das Sportgericht beruft sich darauf, dass der Verein gegen Paragraf 39 der Rechts- und Verfahrensordnung verstoßen hat. Dieser gibt vor, dass „jeder Verein für den Schutz und die Sicherheit des Schiedsrichters und der Assistenten verantwortlich ist“. Zudem wurde laut dem Gericht gegen den Punkt 4.1 der Ausschreibung des Bezirksspielausschusses verstoßen. Dort wird vorgeschrieben, dass mindestens vier deutlich gekennzeichnete Ordner vor Ort sein müssen und das Schiedsrichtergespann nach Abpfiff von der Mittellinie bis zur Kabine begleiten müssen. Schiedsrichterassistent Noah Thiele versicherte, dass lediglich zwei Ordner an der Eckfahne standen und zum Zeitpunkt des Übergriffs keiner in der Nähe war.

Der SV Komet Pennigbüttel, der am Dienstagabend vom Urteil informiert wurde, bedauert den Vorfall. „Wir haben als Verein einen Fehltritt begangen und wir werden dafür auch geradestehen“, sagt der erste Vorsitzende der Fußballabteilung, Olaf Windhorst. Eine endgültige Entscheidung, ob der Club bis nächsten Dienstag Einspruch einlegen wird, soll am Donnerstag bei einer erweiterten Vorstandssitzung fallen. „Aber es wird sich keiner dagegenstellen, weil alle den Vorfall verurteilen“, so Windhorst. Das Bezirkssportgericht hatte auch eine Platzsperre in Betracht gezogen, davon aber aufgrund von einer möglichen „negativen Beeinflussung des Wettbewerbs“ abgesehen. „Zum Glück – aber diese Strafe tut uns auch schon weh“, findet Windhorst.

Verein möchte, dass der Fan die Strafe trägt

Nachdem der Rotenburger SV in der siebten Minute der Nachspielzeit ausgeglichen hatte, warf ein Anhänger, der laut Referee Wilckens „klar dem SV Komet Pennigbüttel zuzuordnen war“, alle Sitten über Bord. In seinem Sonderbericht schildert Wilckens die Situation wie folgt: „Ein Zuschauer stürmte kurz vor der Schiedsrichterkabine auf uns zu. Erbost schlug diese Person meinen Assistenten Noah Thiele und traf ihn am Kiefer. Dann lief der Zuschauer zum anderen Assistenten und schlug ihn an den Hals.“ Der Fan ist ein jahrzehntelanges Mitglied des Vereins und hat nun Stadionverbot. „Wir prüfen noch, inwieweit wir die Strafe auf die Person abwälzen“, so Windhorst.

vw

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