Zweitliga-Kultclub gastiert im Sommer in Rotenburg / „Abschiedsspiel“ für Thorsten Bruns

FC St. Pauli gibt RSV das Ja-Wort

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Auch St. Paulis Stürmer Lennart Thy (vorne, im jüngsten Spiel gegen den VfL Bochum), könnte im Sommer in Rotenburg auflaufen – vorausgesetzt, sein Vertrag beim Kiez-Club wird verlängert. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseWiedersehen nach acht Jahren! Zum zweiten Mal nach 2006 kommt mit dem FC St. Pauli der Fußball-Kult-Verein schlechthin ins Ahe-Stadion, um gegen den Rotenburger SV zu testen. Der Zweitliga-Spitzenclub gab den aktuell in der Oberliga spielenden Wümmestädtern jetzt sein Ja-Wort. „Das Ding steht! Die Verträge sind gemacht und unterschrieben“, verriet Thorsten Bruns, zweiter Vorsitzender des RSV, voller Vorfreude. Als Termin wurde der 6. Juli (16 Uhr) ausgeguckt.

Für Bruns ist dieses Highlight quasi eine Art Abschiedsspiel – „ohne selbst aufzulaufen“, wie er feststellt. Denn: Der zweite Vorsitzende des RSV wird auf der Jahreshauptversammlung Mitte März nicht wieder kandidieren. „Das ist mein letztes Projekt für den RSV – aber da habe ich nochmal richtig Lust zu“, erzählt der Unternehmer, der den Deal zusammen mit dem Marketingsbeauftragten Paul Metternich fix machte. Bruns: „Die Tür hat Paul geöffnet, ich habe sie zugemacht.“ Wohlgemerkt, nachdem der RSV reingehuscht ist und sich in den Gesprächen mit St. Paulis Team-Manager Christian Bönig ziemlich schnell geeinigt hat.

Metternich rechnet

mit 2 500 Zuschauern

   Rotenburg und St. Pauli – da gab es immer wieder Kontakte. Im Juli 2006 trafen beide Clubs vor 1 200 Zuschauern in einer kurzfristig vereinbarten Partie aufeinander. Nur mit 1:0 gewann der damalige Regionalligist gegen den damaligen Bezirksoberligisten. Zu der Zeit im Team der Kiez-Kicker: Florian Bruns, Thomas Meggle und auch Fabian Boll, der noch immer zum aktuellen Kader gehört, im Sommer aber seine Profikarriere beendet.

Rotenburg und St. Pauli – da gab es aber auch drei Jahre zuvor den Wechsel von Wojciech Bobrowski vom RSV zum FC St. Pauli. Und nun also das erneute Aufeinandertreffen auf dem Platz. Und zwar am 6. Juli – vorausgesetzt, die von Roland Vrabec gecoachten Hamburger steigen nicht noch in die erste Liga auf. Dann würde sich der Termin vermutlich verschieben.

Thorsten Bruns ist davon überzeugt, dass St. Pauli die Massen mobilisieren wird. „Viele haben ihren Lieblingsverein, aber danach kommt meist schon an zweiter Stelle St. Pauli. Deshalb erhoffe ich mir viel von diesem Spiel. Zudem haben sie versprochen, mit ihrer besten Mannschaft zu kommen.“ Und Paul Metternich ergänzt: „Ich rechne fest mit 2 500 Zuschauern. „Karten gibt es ab Anfang März“, so Metternich.

Zu den Leistungsträgern des Tabellensiebten, der noch immer im Aufstiegsrennen ist, gehören mit Lennart Thy und Tom Trybull auch zwei ehemalige Erstliga-Kicker von Werder Bremen. Aber auch Fin Bartels, der nächste Saison wiederum zu den Grün-Weißen wechselt.

Auch die Kosten für diesen ganz besonderen Sommer-Kick hat der RSV „fast abgedeckelt“, wie Bruns betont. „Da gibt es fast kein Risiko.“ Zwar gab es anfangs auch Überlegungen, einen Erstligisten anzusprechen, doch wurden diese Gedanken ziemlich schnell zu den Akten gelegt, weil ein Gastspiel des FC St. Pauli viel zu reizvoll, zu verlockend war. „Ich habe ziemlich großen Bock auf St. Pauli – und Werder Bremen hätten wir auch gar nicht finanzieren können“, meint Bruns.

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