Patrick Werna vom Rotenburger SV II erlebt eine abenteuerliche Partie

Siegtorschütze nach Platzverweis

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Patrick Werna erlebte beim 1:0-Sieg seines Rotenburger SV II eine Achterbahnfahrt mit Happy-End.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Beim 1:0-Auswärtssieg des Rotenburger SV II in der Fußball-Bezirksliga gegen den FSV Langwedel-Völkersen war Patrick Werna mit seinem Tor in der Nachspielzeit der gefeierte Mann.

Doch zu diesem Tor wäre es um ein Haar gar nicht bekommen. Rotenburgs „Sechser“ sah in der 70. Minute eine Gelb-Rote Karte, die keine war. Er war vorher noch nicht mit Gelb verwarnt worden. Der Schiedsrichter nahm seine Entscheidung aber zurück. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, berichtet Werna.

Nach einem Zweikampf mit dem Langwedeler Bastian Heimbruch sah Patrick Werna zunächst Gelb. „Schon über diese Karte habe ich mich tierisch aufgeregt“, erklärt der 26-Jährige. Doch bei Gelb blieb es nicht. Schiedsrichter Marcel Baack (FC Oste/Oldendorf) griff auch noch zur Roten Karte und schickte den Rotenburger vom Platz. „Der Unparteiische hatte sich vorher eine Gelbe Karte falsch notiert“, berichtet Werna. Er verließ zunächst das Spielfeld und wartete am Rand ab. Nach minutenlanger Diskussion durfte er wieder mitspielen, der Platzverweis wurde vom Referee zurückgenommen.

In der Nachspielzeit erzielte er dann nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus das erlösende Siegtor. „Nach der Vorgeschichte musste es auch so passieren“, schmunzelt Werna. Dabei sind Torerfolge des einstigen Offensivmannes selten geworden. Unter Trainer Dariusz Sztorc spielt er seit dem vergangenen Jahr als defensiver Mittelfeldspieler und hat nun andere Aufgaben.

Auf der neuen Position wurde Werna zu einer wichtigen Stütze. Er verpasste in dieser Saison nur ein Spiel und lief immer über die volle Distanz auf. Trotzdem denkt der einst in der ersten Mannschaft spielende Werna nicht daran, in das Landesliga-Team zurückzukehren. „Vor der Saison gab es Gespräche mit Jan Fitschen. Aber da ich seit Kurzem in einem neuen Beruf tätig bin, habe ich im Moment keine Ambitionen. Der Job geht einfach vor“, erklärt der im Verkaufsinnendienst arbeitende Rotenburger.

Dank des Siegtreffers machte sein Team einen weiteren Schritt aus der Krise und sorgt für ein Aufatmen. Dabei hatte speziell Werna zuletzt eine schwere Zeit. Er trainiert die U17-Bezirksligakicker des JFV Rotenburg und ist mit dem Team bei nur einem Sieg in sechs Spielen Tabellenletzter. „Die vergangenen Wochen waren natürlich extrem bitter. Da fiel es mir schwer, mich immer wieder zu motivieren“, erinnert er sich. Doch trotz des Misserfolgs denkt Werna nicht daran, seinen Posten als Coach aufzugeben. „Die Jungs sind mir ans Herz gewachsen und ich kann nicht einfach sagen, ich bin dann mal weg.“

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