Visselhövede dominiert das Derby mit 5:1 / Ahrens trifft beim Comeback

Parvizi entriegelt Bothels Abwehr

Schwer zu stoppen: Der Visselhöveder Yunes Parvizi (vorne links) kommt auch an diesen Ball, obwohl Bothels Cedric Neuschwander seinen Körper dazwischenbringt. Fotos: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Der Jubel nach dem Abpfiff fiel eher dezent bis bescheiden aus – dafür, dass es ein Derby und Spitzenspiel war. Doch vielleicht war der Erfolg ja auch einfach zu deutlich, der TuS Bothel zu schwach. Jedenfalls dominierte der VfL Visselhövede die Partie in der Fußball-Kreisliga gegen den Bezirksliga-Absteiger über 90 Minuten, fuhr einen 5:1 (1:0)-Erfolg ein und spielt sich als Spitzenreiter immer mehr in die Rolle des Titelfavoriten. „Es ist nicht selbstverständlich, Bothel in dieser Höhe zu schlagen. Das war ein richtig guter Auftritt von uns“, stellte Thomas Heidler, Coach der Heidestädter, fest.

Bothels Trainer Bodo Bosselmann hatte anfangs noch einen ordentlichen Auftritt seiner Elf gesehen. So musste Visselhövedes Keeper Michel Brückner auch im Eins-gegen-eins-Duell einen Schuss von Christoph Meinke parieren (7.). „Wir haben es bis zum 0:1 gut gemacht, dann aber wieder das große Flattern gekriegt“, meinte Bosselmann. Mit etwas Zynismus ist anzumerken, dass Bothels Defensive sich gesteigert und erstmals in dieser Saison nicht bereits in den ersten zehn Minuten ein Gegentor kassiert hat. Es dauerte immerhin bis zur 17. Minute, ehe Außenflitzer Yunes Parvizi ein Zuspiel von Drilon Demaku sehenswert und ohne groß zu zögern von der Strafraumgrenze verwertete. „Das hatte ich selbst nicht geglaubt, dass der reingeht“, verriet der Iraner nach dem recht fairen Derby schmunzelnd. Demaku an die Latte (19.), Marcel Fischer knapp vorbei (23.), Torsten Hoops in höchster Not nach einem Schuss von Robert Posilek (31.), ebenso wie Torben Klinger gerade noch vor Dogan Örper (34.) – Möglichkeiten, um klarer zu führen, gab es einige.

Frühzeitige Korrekturen nahm Bosselmann derweil in seiner harmlosen Offensive vor. Mit Sebastian Wichern brachte er einen zentralen Stürmer für Flügelspieler Tim Kalwait (33.). Mit Beginn der zweiten Hälfte kam auch Cedric Ahrens für Frenk Günter. Es war sein Saisondebüt, bei dem ihm prompt das erste Tor gelang – das 1:4 (80.). Das Spiel war da aber bereits gelaufen, denn Fischer nach Parvizi-Pass (48.), Demaku per Freistoß ins rechte Eck (50.) und erneut Fischer mit einem feinen Seitfallzieher (57.) zeigten innerhalb von sieben Minuten noch einmal Bothels Schwächen auf – 4:0. Als Bosselmann auch noch den als Sechser aufgebotenen und angeschlagenen Meinke vom Feld nahm (61.), wirkte das quasi wie eine Aufgabe. Den Schlusspunkt setzte der frisch ins Spiel gekommene Endrit Hasanaj mit dem 5:1 (81.).

„Wir haben uns dafür belohnt, was wir unter der Woche so betreiben. Wir haben die Tore gemacht und richtig guten Fußball gespielt“, frohlockte Heidler, um aber in puncto Titelambitionen gewohnt defensiv zu bleiben: „Ich bin da vorsichtig. Wir schauen mal Ende des Monats, wie wir gestartet sind.“ Noch ist sein Team ungeschlagen. Die Botheler haben sich hingegen (vorerst) aus dem Titelrennen verabschiedet und müssen nach 16 Gegentoren in sechs Spielen daran arbeiten, ihr Defensivproblem in den Griff zu bekommen. „Das ist aber auch eine Mentalitätsfrage, ob ich mich noch wehren will oder mich meinem Schicksal ergebe. Es reicht nicht, wenn sich nur zwei oder drei wehren“, betonte Bosselmann.

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