Pamela Herrmann ist Jeddingens beste Schützin / „Wir sind gut, das wissen wir“

Alle 15 Minuten ein Tor

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Chance vergeben? Egal! Jeddingens Pamela Herrmann netzte auch so gegen Cuxhaven fünf Mal ein.

Jeddingen - Von Matthias Freese. Nach 75 Minuten war der Arbeitstag für Pamela Herrmann beendet. Bis zur ihrer Auswechslung hatte die Stürmerin des MTV Jeddingen ihr Soll aber auch bereits mehr als erfüllt – beim 10:2-Heimsieg gegen RW Cuxhaven und dem damit verbundenen Titelgewinn in der Fußball-Bezirksliga hatte die 24-Jährige im Schnitt jede Viertelstunde getroffen!

Fünf Tore in einer Partie – da kam auch die so treffsichere Torjägerin nicht mehr mit. Schon in der ersten Halbzeit hatte sie einen Hattrick erzielt – „das war mir noch bewusst, danach habe ich dann den Überblick verloren“, bemerkte sie schmunzelnd. Was aber nur für das Zählen galt.

Für die in Oyten wohnende Angreiferin, die vor zwei Jahren vom SV Wahnebergen kam, war die eigene Ausbeute ein „schöner Abschluss“ einer glänzenden Saison. Herrmann selbst hatte erheblichen Anteil daran, dass ihre Jeddingerinnen erst den Bezirkspokalsieg holten und sich jetzt nach zweijähriger Pause auch in der Landesliga zurückmelden. 21 Treffer steuerte die flinke und durchsetzungsstarke Frau mit der markanten Haarfrisur in der Liga bei und ist damit beste Schützin ihres Teams. Ein Treffer kam noch im Pokalfinale beim 3:1 gegen den Landesligisten TSV Wallhöfen am Himmelfahrtstag hinzu.

Da hatte Herrmann auch ihr Comeback nach dreiwöchiger Auszeit gefeiert. Im April war sie im Spitzenspiel gegen den VSV Hedendorf-Neukloster am Kopf verletzt und mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden. Einige Tage im Krankenhaus folgten. „Ich hatte einen Tritt an den Kopf bekommen, deshalb ein Schädelhirntrauma und eine schwere Gehirnerschütterung“, so Herrmann. Doch das ist längst vergessen – selbst zum Kopfball steigt sie wie gewohnt hoch. Und auch eine Ellenbogenverletzung in der Partie gegen Cuxhaven hinderte sie nicht daran, noch zwei Mal zuzulangen.

„Mit Sicherheit“ sei die Landesliga eine andere Hausnummer, weiß auch die Stürmerin. Doch Bange machen gilt für sie nicht. „Wir sind auch gut – und das wissen wir!“, betont Herrmann mit dem Selbstbewusstsein eines Double-Siegers.

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