Beim 87:50 gegen Wolfenbüttel gelingt Eigengewächs erstes Double-Double / Play-offs sind sicher

Pakulats extrem effektive Premiere

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Starkes Spiel: Hannah Pakulat (r.) versucht hier, Iwalani Rodrigues den Weg zu versperren. ·

Scheessel - Von Matthias FreeseDer Mann der Zahlen hatte sich die Tabelle genau angeguckt. „Mit einem Sieg sind wir auf jeden Fall in den Play-offs“, stellte Utz Bührmann, Schatzmeister der Avides Hurricanes, in der Halbzeit fest. Coach Christian Greve hatte sich darüber keinerlei Gedanken gemacht. Ihn interessierte das vorzeitige Erreichen des Minimalziels auch nicht allzu sonderlich. „Mir geht’s um den ersten Platz“, meinte er nach dem 87:50 (44:28)-Heimsieg seines Spitzenreiters in der 2. Basketball-Bundesliga der Damen gegen das Wolfpack Wolfenbüttel.

Dass die Play-offs erreicht werden – daran gab es ohnehin nie einen Zweifel. Und in der aktuellen Form dürften die Hurricanes auch kaum an der Rückkehr ins deutsche Oberhaus zu hindern sein. „Wir haben ein höchst intensives Spiel abgeliefert und unser Tief überwunden“, stellte Greve nach der durchaus unterhaltsamen Demonstration seiner Damen fest.

Als das „Wolfsrudel“ aus Südniedersachsen nur noch vor Kummer heulte und die Trommeln der vereinzelt mitgereisten Gäste-Fans längst verstummt waren, war die Zeit der Premieren gekommen. Erst feierte die 15-jährige Beekje Janßen in der 36. Minute ihr Zweitliga-Debüt für die Hurricanes, dann gelangen Hannah Pakulat ihre Punkte neun und zehn, mit denen sie ihr erstes Double-Double in der zweiten Liga perfekt machte. 13 Rebounds standen schließlich noch für die athletische 19-jährige Flügelspielerin in der Statistik. Hinzu kamen drei Asissts und vier Steals, wodurch sie sogar den höchsten Effektivwert aufwies.

„Das sind schon gute Zahlen“, stellte auch Greve fest. Dabei war Pakulat mit Nackenschmerzen in die Partie gegangen. „Im Training habe ich die schon gemerkt, aber im Spiel ist dann so viel Adrenalin drin“, meinte sie selbst. Zu verkraften war da auch ihr fünftes Foul (38.) – schließlich war die Begegnung frühzeitig in sichere Bahnen gelenkt worden, sodass selbst die Amerikanerinnen Kierra Mallard und Janae Young (23 Punkte in 24 gespielten Minuten!) ungewohnt viele Pausen erhielten.

Eine wirkliche Chance hatten die von Hanna Ballhaus trainierten Wolfenbüttelerinnen zu keiner Zeit. Nur beim 24:29, per Dreier von Carolin Christen erzielt, waren sie kurz auf Tuchfühlung. Dann machten die Hurricanes endgültig Ernst und zogen mit einem 15:0-Run davon. Schon zu dieser Zeit bot Greve mit Pakulat, Edda Schmidt und Emma Stach drei Spielerinnen gleichzeitig auf, die der eigenen Jugend entsprungen waren. „Ich find’s gut, dass ich alle reinschmeißen kann – es harmoniert sehr gut. Wir haben den Ball klasse laufen lassen und uns viele Optionen herausgespielt“, war es für Christian Greve eine rundum gelungene Partie. Für Wolfenbüttel wird es nach der fünften Niederlage in Folge hingegen noch einmal richtig eng im Kampf um den Klassenerhalt.

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