Hurricanes lassen Lichterfelde abblitzen – 85:51 / Stach überragend, Mallard mit untypischen Werten

Pakulat versteht den Zeigefinger

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Dynamisch durchgetankt: Kata Takács lässt sich von der 15-jährigen Berlinerin Satou Sabally (r.) nicht aufhalten. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDie Schmerzen lächelte Hannah Pakulat einfach weg. „Das passiert“, kommentierte die 19-jährige Flügelspielerin der Avides Hurricanes die dicke Lippe, die sie sich kurz vor dem Ende im Kampf um den Ball geholt hatte. Es passt eben zu ihrem von Einsatz und Athletik geprägten Spiel: Mittendrin, statt nur dabei – auch wenn’s mal weh tut. Unterm Strich litt aber wieder einmal der Gegner. In der Rotenburger Pestalozzihalle ließ der Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga den TuS Lichterfelde mit 85:51 (44:17) abblitzen. Es war der achte Sieg im achten Spiel.

Hannah Pakulat stand das zweite Mal in Folge in der Starting-Five – abermals nutzte die Lauenbrückerin ihre Chance. Sieben Punkte und acht Rebounds standen für sie in der Statistik – genau wie eine Woche zuvor gegen das Wolfpack Wolfenbüttel. Doch dieses Mal gelangen ihr auch fünf Steals und ein Block. Und das, obgleich sie bereits in der sechsten Minute mit drei Fouls belastet war und auf die Bank musste. In der 13. Minute war Pakulat wieder auf dem Feld – zuvor hatte ihr Coach Christian Greve, wie er es selbst nannte, den „väterlich erhobenen Zeigefinger“ gezeigt. „Er hat mir gesagt, dass ich nicht mehr foulen soll. Und danach hatte ich ja auch keins mehr“, stellte Pakulat, die mit leichten Fußproblemen ins Spiel gegangen war, fest.

„Etwas Bammel hatte ich schon“, gestand Greve später angesichts der Foulprobleme. Schließlich galt es nicht nur Kapitänin Pia Mankertz und Youngster Clara Schwartz (beide verletzt) zu ersetzen. Kurzfristig hatte sich Andrea Baden mit einer Magen-Darm-Grippe abgemeldet und den Kader auf acht Spielerinnen schrumpfen lassen. Die, die spielten, machten ihre Sache jedoch außerordentlich gut und agierten sehr konzentriert. „Das war eine großartige Teamleistung“, fand Greve. Und die machte es möglich, insbesondere im zweiten Viertel zum entscheidenden Schlag auszuholen. Sieben Minuten lang ließen die Hurricanes keinen Korb der Berlinerinnen zu und legten in dieser Zeit einen 20:0-Run zum 40:14 hin (17.). Da war es zu verkraften, dass Lichterfelde nach der 54:17-Führung der Hurricanes zu Beginn des dritten Viertels besser ins Spiel kam und Henriette Link drei Dreier gelangen.

Gleiches schaffte Emma Stach für die Gastgeberinnen. Doch war das nicht die einzige Leistung, die Deutschlands beste 17-Jährige zur stärksten Akteurin werden ließ. Mit 25 Punkten war sie am Ende Top-Scorerin. „Emma sticht schon ein bisschen hervor. Sie hat angetrieben und die Vorgaben klasse umgesetzt“, lobte ihr Coach. Verlass war auch auf die Amerikanerinnen Janae Young (19 Punkte) und Kierra Mallard. „Wahnsinn, wie sie die Zone saubergehalten hat“, urteilte Greve über Mallard. Die Centerin bestach neben ihren 16 Zählern, zehn Rebounds und fünf Blocks zudem mit eher untypischen Zahlen, nämlich mit zwei Assists sowie drei Steals und ließ ihren Trainer staunen: „Das sind nicht unbedingt die Werte einer großen Insidespielerin.“

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