Hurricanes genügt gute Defenseleistung zum 66:60-Sieg gegen Krofdorf

Pakulat hat stets eine Hand am Ball

Tipp-off der Centerinnen: Becky Nash (r.) von der Hurricanes im Luftduell mit Krofdorfs Tereza Kracikova.
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Tipp-off der Centerinnen: Becky Nash (r.) von der Hurricanes im Luftduell mit Krofdorfs Tereza Kracikova.

Rotenburg - Der zweite Saisonsieg ist da, die Tabellensituation hat sich dadurch für die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes deutlich entspannt. Und doch blieb der Play-off-Anwärter gestern beim 66:60 (30:30)-Heimsieg gegen die Krofdorf Knights aus Marburg einiges schuldig. „Das war insgesamt kein hochklassiges Spiel“, räumte auch Coach Christian Greve ein und fand: „Das war ein Defense-Win.“

Rund 180 Zuschauer sahen zwar ein enges Match, aber keines, was wirklich begeisterte, sondern eher vor sich hinplätscherte. Vor allem die schwache Wurfausbeute bleibt aktuell ein Hurricanes-Problem – nur 32 Prozent waren es bei den Zweiern. Ein klares Plus hatten die Gastgeberinnen derweil bei den Rebounds (41:30), beste Balleinsammlerin war Mirja Beckmann mit neun.

Auch den Ball hat sich Hannah Pakulat gesichert und gibt ihn nicht her.

„Wir sind noch nicht am Ende unseres Levels, da sind noch Reserven. Das lässt sich aber nicht in einer Woche abstellen“, bat Greve noch um Geduld. Das gilt auch für seine Profis: Zehn Punkte bei nur einem Rebound für Centerin Becky Nash sowie elf Punkte und sechs Rebounds für Kama Griffitts sind keine Top-Werte. Dafür avancierte Kapitänin Pia Mankertz wieder zur effektivsten Spielerin. Ihr gelangen 22 Punkte (davon vier Dreier), sechs Rebounds (alle in der Defensive) und sieben Assists.

Bekanntes Gesicht auf der Bank: Birte Götze, frühere Zweitligaspielerin half als Physiotherapeutin aus.

Für Greve war allerdings Hannah Pakulat die Akteurin, die „mit ihrem Einsatz das Spiel gewonnen hat. Vor allem durch die Soft Skills, die man nicht in der Statistik ablesen kann. Sie hatte immer ihre Hände drin und war da, um die Leute zu nerven, hat immer wieder Pässe abgefälscht“, erklärte der Coach. Sieben Rebounds, zwei Assists, vier Steals und zwei geblockte Bälle standen auch so in Pakulats Spielzeugnis. Insbesondere im dritten Viertel stach sie hervor.

Anfangs sah es dabei so aus, als sollte es ein leichtes Spiel für die Hurricanes werden – nach zwei Minuten traf Nash zum 10:3. Doch Krofdorf zog wieder vorbei und hielt die Partie stets offen. Mehrfach legten sich die Hurricanes im dritten Durchgang ein Sieben-Punkte-Polster an, so auch durch Youngster Michelle Schischkov beim 48:41 (28.) und 50:43 (29.). Doch die Amerikanerin Tykyrah Williams machte es beim 57:59 wieder spannend (38.). Auch als Sarah Lückenotte für die Gäste per Dreier bei noch 30 zu spielenden Sekunden zum 60:63 traf, waren die Hurricanes längst nicht im sicheren Hafen. Dazu bedurfte es der drei Freiwurfpunkte von Mankertz, während Lückenotte an der Linie leer ausging. „Wenn man den Gegner bei 60 Punkten hält, ist das eine gute Verteidigungsleistung“, betonte Greve. Ob sein Team aber Krofdorf nicht mehr hätte dominieren müssen? „Nein!“, widersprach er. „Die sind nicht leicht zu spielen.“

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