Mit Pakulat im Pokal gegen die Acht-Nationen-Auswahl

Zum vierten Mal Viertelfinale – jetzt planen die Hurricanes gegen Chemnitz den Coup

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Nach auskuriertem Innenbandanriss im Knie will Hannah Pakulat im Pokal gegen Chemnitz wieder einsteigen.

Scheeßel - An die Zweitligisten scheinen die Verantwortlichen bei der Erstellung des Rahmenspielplans nicht gedacht zu haben.

Sollte den Basketballerinnen der Avides Hurricanes am Sonntag (16.30 Uhr, Scheeßel) im Viertelfinale des DBBL-Pokals tatsächlich ein Coup gegen Erstligist ChemCats Chemnitz gelingen, droht dem Underdog eine Terminkollision. Parallel zum Top-4-Turnier steigen die ersten Spiele der Play-offs in den zweiten Ligen – am 24./25. März. Im Oberhaus startet diese Runde erst eine Woche später.

Die Qualifikation für die Runde der letzten Vier wäre der bisher größte Erfolg der Hurricanes im Pokal. „Wir versuchen alles, um weiterzukommen“, verspricht Coach Mahir Solo. Zum vierten Mal steht das Team mittlerweile im Viertelfinale, scheiterte dort aber 2015/2016 beim Herner TC sowie 2012/2013 und 2013/2014 jeweils zu Hause an der BG Donau-Ries.

Für einen Zweitligisten wurde der Einzug ins Top-4-Turnier offensichtlich auch „nicht bedacht oder eben für ganz und gar unwahrscheinlich erachtet“, hat auch Hurricanes-Vorstand Utz Bührmann aufgrund der zeitlichen Überschneidung festgestellt. „Das ist aber ein Terminkonflikt, den man lösen kann und den wir lösen würden, sollte unser Team das schaffen“, fügt er an.

Ohnehin wird es den unterklassigen Teams im Pokal, abgesehen vom Heimrecht, nicht gerade leicht gemacht. Denn: Die Vertreter aus dem Oberhaus dürfen im ungleichen Vergleich wie in den Punktspielen ihren ganzen internationalen Kader inklusive drei Nicht-EU-Spielerinnen einsetzen. Da in der zweiten Liga überhaupt nur zwei dieser Kräfte erlaubt sind und sich kaum ein Club den Luxus von drei Amerikanerinnen leistet, sondern eher auf deutsche Spielerinnen setzt, sind die Rollen klar verteilt. Chemnitz hat lediglich zwei (!) Deutsche im Kader – und regelmäßige Einsatzminuten erhält davon nur Lucile Peroche. Stattdessen verpflichtete der Tabellenachte von Coach Amanda Davidson kurz vor dem Jahreswechsel noch die erfahrene Lettin Laura Audere vom Deutschen Meister TSV Wasserburg. Somit beschäftigen die Sachsen Spielerinnen aus acht Nationen.

Chemnitz hat bereits zwischen den Feiertagen das Training wieder aufgenommen und ist auch für einige Tage in der Rotenburger Jugendherberge sowie der Sporthalle der BBS untergekommen. „Es geht für sie nicht nur um den Einzug in das Top-4-Turnier. Bereits am folgenden Mittwoch spielen sie beim TK Hannover in der ersten Liga und wollen die Zeit hier zur Vorbereitung nutzen. Es kommt also kein B-Team“, weiß Bührmann.

Die Hurricanes stiegen erst drei Tage vor dem Spiel, nach der Rückkehr der Amerikanerinnen Shaniqua Nilles und Cassidy Clark, wieder ein. Lotta Stach ist allerdings im USA-Urlaub und fehlt deshalb. Dafür meldet sich Hannah Pakulat nach ihrem Anfang November erlittenen Innenbandanriss im Knie zurück. „Ich denke, dass ich Sonntag wieder dabei bin“, meint sie. „Mit ihrer Energie und Sprungkraft hat sie bisher nicht nur viele Rebounds geholt, sondern auch in der Offense mit Korbaktionen für Gefahr gesorgt“, sagt Bührmann und findet: „Das Pokalspiel ist die Chance, sich gegen einen starken Gegner für die Rückrunde weiter Selbstvertrauen zu holen.“ - maf

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