Mallard und Stach mit Double-Double

Pakulat packt beim 71:58 zu

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Anspielpartner gesucht: Andrea Baden vor dem Pass.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Ihr Jubel war spürbar verhaltener und bescheidener als sonst – wohl auch, weil die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes wussten, dass sie bei diesem Heimsieg in Scheeßel mit Ausnahme des ersten Viertels keine Glanzleistung vollbracht hatten.

Das 71:58 (46:32) gegen Aufsteiger TSV Krofdorf-Gleiberg sorgte beim Spitzenreiter jedenfalls für keine Euphorieschübe vorm Pokal-Hit nächsten Sonnabend gegen Erstligist SV Halle.

Der wohl schnellste Korb der Hurricanes-Geschichte – nach zwei Sekunden von Emma Stach erzielt – blieb am Ende nur eine Randnotiz. Auch Kapitänin Pia Mankertz wusste realistisch einzuschätzen, dass eine ähnliche Leistung nicht reichen wird, um das Achtelfinale im Pokal zu überstehen. „Nein, auf keinen Fall, das muss man klar sagen.“ Erschwerend kommt hinzu, dass die Amerikanerin Janae Young wohl weiter ausfällt. Heute erwartet Coach Christian Greve das Ergebnis der MRT-Untersuchung. „Ich vermute aber, dass im Fuß zumindest was gerissen ist“, meint er skeptisch.

Auf Janae Young (r.) mussten die Hurricanes verzichten, Clara Schwartz (l.) schonte Coach Greve derweil. ·

Probleme anderer Art hatten die Gäste aus Hessen. Und wie fair es war, diese mit ins Spiel zu nehmen, wird sich erst noch zeigen. Denn: Auf der Hinfahrt hatte sich die Amerikanerin Mara Hjelle, die beste Rebounderin der Liga, übergeben müssen, war deshalb verspätet ins Spiel eingestiegen, aber trotzdem auf 17 Punkte und 20 Rebounds gekommen. Im zweiten Viertel musste mit Jennifer Mocanu die zweite (ebenfalls überzeugende) US-Akteurin der Gäste kurzfristig das Feld wegen gleicher Probleme verlassen. Pia Mankertz beschlich deshalb ein mulmiges Gefühl, war ihr Team doch erst in der Halbzeit über die Krofdorfer „Seuche“ informiert worden. Coach Greve hatte es aber bewusst verschwiegen, „denn ein angeschlagener Boxer schlägt doppelt hart zu“, lieferte er die Begründung, warum er sich unter Abwägung der Risiken so entschieden hatte.

In der Tat kamen die bereits am Boden liegenden Gäste vor 350 Zuschauern noch einmal zurück und erholten sich vom 11:28-Rückstand nach dem ersten Viertel, in dem die Geschwindigkeit der Hurricanes für sie zu hoch gewesen war. „Bei uns wurde es immer schleppender. Und wir haben es nicht geschafft, das Tempo wieder anzuziehen“, hatte Pia Mankertz beobachtet. Bis auf acht Punkte kämpfte sich Krofdorf beim 52:60 durch Hjelle heran (34.). Auffällig zu dieser Zeit war vor allem die mangelhafte Chancenverwertung des Titelaspiranten. Zwischen der 22. und der 35. Minute gelang ihm kein einziger Feldkorb, dafür produzierte er einige Airballs – und die Quote bei den Freiwürfen (66 Prozent) war verbesserungswürdig.

Erst Emma Stach, der mit 17 Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double gelang, löste die Verkrampfung. In der Schlussphase war es vor allem Kierra Mallard (21 Punkte/16 Rebounds), die „es sicher gemacht und die Dinger reingeschmissen hat“, lobte Greve. Ein Vorbild in Sachen Einsatz und deshalb besonders auffällig in ihrem Handeln war aber insbesondere Hannah Pakulat. Ihre zehn Rebounds und fünf Steals untermauern es. „Über ihre kämpferischen Qualitäten braucht man nicht zu diskutieren“, nahm auch der Coach den guten Auftritt der 19-Jährigen wohlwollend zur Kenntnis. Ansonsten blieb allerdings vieles Stückwerk vor dem Duell mit Halle.

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