Trotz Lufthoheit von Pakulat

Hurricanes verlieren gegen Panthers Osnabrück mit 58:65

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Unter Beobachtung: Cassidy Clark (am Ball) setzt sich gegen die ehemalige Hurricanes-Spielerin Constanze Wegner durch und zieht zum Korb.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Mahir Solo redete gar nicht lange um das Problem herum. „Wir haben ganz einfach zu viele Freiwürfe vergeben“, erklärte der Trainer der Avides Hurricanes.

Mit 58:65 (30:31) verlor sein Basketball-Zweitligist in der Pestalozzihalle vor rund 150 Zuschauern das Niedersachsen-Derby gegen den Spitzenreiter Panthers Osnabrück.

In der Tat hätten die Hurricanes sehr gute Siegchancen gehabt, wenn sie von der Linie besser getroffen hätten. Nur neun von 16 Freiwürfen fanden ihr Ziel. Vor allem Cassidy Clark hatte Probleme und verwandelte nur vier von acht Versuchen. Unter dem Strich stand eine Quote von schlappen 56 Prozent.

Hinzu kam, dass bei den Gastgeberinnen am Ende die Luft raus war. Mit 20:9 ging das letzte Viertel an Osnabrück. „Wir haben am Ende nicht mehr gut verteidigt und ausgeboxt. Außerdem fehlte leider etwas die Kraft“, meinte die starke Hannah Pakulat. Kein Wunder, setzte Coach Solo doch nur auf eine Sechser-Rotation und ließ die Talente Tuba Poyraz, Melda Tölle und Celine Schröder ganz außen vor. 

Auch Andrea Baden, Birte Riebesell und Mascha Treblin kamen kaum zum Zug. So lag die Last ganz auf den Schultern von Pia Mankertz, Cassidy Clark, Shaniqua Nilles, Pakulat, Mirja Beckmann und der jungen Lotta Stach.

Lange Zeit massive Gegenwehr

Lange Zeit hatte das Sextett dem Tabellenführer massive Gegenwehr geboten. Unter dem Brett hatten die Hurricanes mit 40:37 Rebounds sogar die Nase vorn. Zwölf davon gingen auf das Konto von Pakulat – sie hatte die Lufthoheit. Hinzu kamen von ihr neun Punkte. „Hannah hat vor allem in der Verteidigung sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Solo. „Aber sonst hatten wir in der Defense Schwierigkeiten. Das war unser zweites größeres Problem.“ Das dritte war die dünne Wurfausbeute von nur 33 Prozent aus dem Feld.

Dennoch erwischten die Hurricanes einen guten Start und führten durch einen Freiwurf von Nilles mit 15:11 (8.). Osnabrück ging erst in der 17. Minute nach einem Korb von Tonia Dölle zum ersten Mal in Führung – 25:23. Die mit 16 Punkten beste Schützin des Tages, Mikaela Gustafsson, stellte zur Pause auf 31:30 für die Gäste. Danach fand das Solo-Team immer besser in die Spur. 

Mit einem 16:6-Run zwischen der 22. und 28. Minute erarbeiteten sich die Hurricanes durch Mankertz sogar ein 49:41 – die höchste Führung des Tages. Allerdings schlug der Tabellenführer zurück. Gustafsson, Dölle und Emma Eichmeyer sorgten im letzten Abschnitt für 16 der 20 Osnabrücker Punkte. „Die werden auch allen anderen Teams der Liga Probleme bereiten“, glaubt Mahir Solo.

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