Hurricanes erteilen Grünberg eine schmerzhafte Lehrstunde zum Play-Off-Auftakt – 89:46

Pakulat legt vor, Mallard zieht nach

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Kaum zu halten: Kierra Mallard (am Ball) drehte in der zweiten Halbzeit auf. ·

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die weißen Schweißbänder an den Armen waren ein erstes Indiz für ihre Entschlossenheit. „Beast mode on“ stand drauf – und in diesem Modus blieben die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes auch bis zum Ende. So läuft es also, wenn der Top-Favorit Ernst macht.

Leidtragende im ersten Halbfinalspiel der Play-Offs waren die Bender Baskets Grünberg, die gleich mit 89:46 (45:22) abgefertigt wurden. „Ich habe mein Team so gesehen, wie ich es mir vorstelle. Das kommt dann dabei heraus“, betonte Christian Greve, Coach der Gastgeberinnen.

Doppelt schmerzvoll war die Niederlage für Natascha Heuser, den Routinier im Youngster-Team der Liga. Nach 34 Minuten war die Partie für die 31-Jährige beendet. Bei einem Zweikampf mit Janae Young war sie so unglücklich auf die Schulter der Amerikanerin geknallt, dass ihre dabei ein großes Stück des Schneidezahns abbrach und weitere Zähne im Unterkiefer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Mit Kühlkissen an der linken Wange verbrachte Heuser den Rest des Spiels auf der Bank, zwei freie Plätze weiter lag das Stück des Zahns. „Sie ist da hart im Nehmen. Wie ich sie kenne, wird sie Montag wieder beim Training sein“, glaubt Coach Philipp Sparwasser aber an keine längere Pause.

Für die 480 Zuschauer in der Scheeßeler Halle war es beste Unterhaltung gewesen, wenngleich die Spannung früh raus war. Zu eindeutig hatten die Hurricanes die Partie dominiert und schon zur Pause mit 45:22 geführt. 14 Turnover hatten die Gäste aus Hessen da schon produziert, am Ende waren es üppige 26. „Unsere Defense hat super angeschlagen“, fand Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz. Beste Scorerin ihres Teams war im ersten Durchgang Eigengewächs Hannah Pakulat mit elf Punkten gewesen. Am Ende kam sie auf 15 Zähler und acht Rebounds. Der zweiten Hälfte drückte Centerin Kierra Mallard ihren Stempel auf. Bei insgesamt 22 Punkten und 21 Rebounds staunte auch Coach Greve nicht schlecht. „Das ist schon ein ganz schöner Wert“, bemerkte er. „Ohnehin hatten wir sehr effektive Werte.“ Auch die Bilanz von 53:28 Rebounds spricht für sich. Bis zum Schluss nahmen die Hurricanes auch kaum Tempo raus. „Wenn wir irgendwas ändern, verlieren wir nur unseren Rhythmus – den wollen wir aber durchziehen“, erklärte Greve, der Nachwuchsspielerin Cara Tadeus trotzdem drei Einsatzminuten gönnte.

Play-Off-Auftakt: Hurricanes gewinnen

Play-Off-Auftakt: Hurricanes gewinnen gegen Grünberg

Grünbergs Trainer Philipp Sparwasser erkannte die Überlegenheit an: „Die Rotenburger waren schon sehr konsequent in ihren Dingen.“ Ihm blieb so auch nur eine Erkenntnis: „Ich bin kein Fan von Ergebnissen – und das schöne an den Play-Offs ist ja, dass das Ergebnis nicht zählt, sondern nur der Sieg.“ Es ist allerdings nur schwer vorstellbar, dass sich sein junges Team im Rückspiel am nächsten Samstag so sehr steigern kann, dass der Ausgleich möglich ist. Pia Mankertz warnt trotzdem: „Da lassen die sich vielleicht etwas Neues einfallen“, vermutet sie. Und ihr Coach betont: „Der erste von vier Schritten ist getan. Diese Leistung müssen wir jetzt noch drei Mal wiederholen, denn es kann immer noch alles schiefgehen.“

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