Starke Schlussphase gegen Opladen / „Beide haben gut ausgeteilt“

Pakulat führt Hurricanes zum 67:58

Hannah Pakulat (l.) scheute wieder keinen Zweikampf – auch nicht gegen Opladens Leonie Schütter. Fotos: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Andrea Baden musste gleich mehrmals rufen. „Hannah, Hannah, Hannah“, schrie sie quer durch die Scheeßeler Halle, ging ihrer Mitspielerin einige Meter entgegen und löste diese aus einem angeregten Gespräch heraus. Schließlich wartete Christian Greve, Coach der Avides Hurricanes, in der Kabine, um mit der obligatorischen Aussprache zu beginnen. Er dürfte über die Verspätung großzügig hinweggesehen haben. Immerhin war Hannah Pakulat zuvor beim 67:58 (38:34)-Sieg seiner Zweitliga-Basketballerinnen gegen den Tabellendritten BBZ Opladen die beste Akteurin auf dem Feld gewesen.

Die 25-jährige Studentin spielt ihre bisher stärkste Saison im Trikot der Hurricanes und kam gegen die Gäste aus Leverkusen mit elf Punkten und zwölf Rebounds bereits zum vierten Double-Double in dieser Serie. „Hannah hatte sogar mehr Offensive-Rebounds als das gesamte Team aus Opladen“, verwies ihr Trainer auf eine Besonderheit – 7:5 gewann Pakulat diesen ungleichen Vergleich. In der Liga ist sie, was die Rebounds angeht, ohnehin nach absoluten Werten die Nummer eins, ihr Durchschnitt von 9,92 bringt Rang zwei hinter Cassidy Mihalko (Bender Baskets Grünberg/10,33). Hinzu kommt, dass das Eigengewächs in der entscheidenden Phase einen Korbleger mit Foul zum Drei-Punkt-Spiel sowie zwei weitere Zähler zur 63:55-Führung erzielte. „Das hat sie am Ende herausragend gemacht“, urteilte auch Greve.

Die Hurricanes schienen sich vor 180 Fans im Gegensatz zu den vergangenen Spielen ihre stärkste Phase bis zum Schluss aufgespart zu haben. „Bis vier Minuten vor dem Ende hat man nicht sagen können, wer gewinnt“, meinte auch Andrea Baden. In einer intensiven und attraktiven Partie mit häufig wechselnden Führungen, in den der höchste Vorsprung sieben Punkte betrug, schien das Pendel kurzfristig sogar zugunsten der Gäste auszuschlagen. Als Huricanes- Centerin Becky Nash ihr fünftes Foul kassierte, nutzte Opladens Luca Marré das per Freiwurf zur 55:54-Führung. Was folgte, war ein beeindruckender 13:0-Run der Hurricanes, der erst 15 Sekunden vor Schluss durch den unbedeutend gewordenen Dreier von Laura Zdravevska gestoppt wurde. „Wir haben halt nicht aufgegeben“, meinte Baden. Und Coach Greve orakelte ob des famosen Finishs: „Vielleicht kam Opladen nicht damit klar, dass wir dann ohne Centerin gespielt haben. Wir hatten aber ja mit Mirja Beckmann eine ganz gute Option gegen Zdravevska.“

Der Coach hatte übrigens auf einen Einsatz von Ayla Faber aus der Zweiten verzichtet, obgleich sie seit Freitag auch für sein Zweitliga-Team spielberechtigt ist. Zu ihrem erst zweiten Spiel in dieser Klasse kam dafür Youngster Louisa Moritz. Die 16-Jährige nutzte ihre fünf Minuten für einen Korbleger und zwei Rebounds. „Unsere WNBL-Spielerinnen zeigen, wie stabil sie bereits auf dem Level mitmachen“, verwies Greve auch auf Melda Tölle, der ein Drei-Punkt-Spiel gelang, und Michelle Schischkov.

Dabei entschieden die Hurricanes die Begegnung und damit den direkten Vergleich nicht wie zuletzt mit ihren Dreiern (dieses Mal nur drei bei 26 Versuchen), sondern vor allem in der Defense. Allerdings haderten die Spielerinnen auch mehrfach mit den Unparteiischen Holger Lohmüller und Mario Müller. Vor allem Kama Griffitts fühlte sich ungerechet behandelt und erhielt wegen Meckerns direkt vor der Pause ihr viertes Foul. Greve ließ sie trotzdem auf dem Feld. „Sie ist erfahren genug“, meinte er. Und Andrea Baden verriet: „Christian hat uns in der Kabine gesagt, wir sollen uns nicht über die Schiedsrichter aufregen. Es haben ja auch beide Mannschaften gut ausgeteilt.“ Selbst Griffitts, die kein weiteres Foul mehr bekam, hatte sich mit Referee Lohmüller hinterher wieder versöhnt und klopfte ihm lächelnd auf die Schulter.

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