Abwehrbollwerk des RSV II hält 80 Minuten

Orth beruhigt die Unterstedter Nerven im Stadtderby – 1:1

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Typische Szene für das Stadtderby: Der Unterstedter Florian Liszkowski versucht, in den Rotenburger Strafraum vorzudringen, wird aber vom überragenden Abwehrchef und Spielertrainer Christoph Drewes gestoppt.

Unterstedt - Von Matthias Freese. Plötzlich war die Luft raus – und zwar aus dem Ball, der unbrauchbar hinter der Torauslinie lag, ehe ihn Jonathan Orth kurz vor der Halbzeit aufhob und zur Bank brachte. Im Gegensatz zum Spielgerät war Orth trotz seines vorherigen Einsatzes für die dritte Mannschaft nicht platt. Im Stadtderby und Verfolgerduell der Fußball-Kreisliga beruhigte er nach seiner Einwechslung sogar die Nerven der SG Unterstedt und erzielte in der 80. Minute den 1:1 (0:1)-Endstand in der Heimpartie gegen den Rotenburger SV II.

„Für den Spielverlauf ist das zu wenig. Wir waren doch drückend überlegen. Rotenburg ist in der zweiten Halbzeit so gut wie gar nicht hinten rausgekommen“, ärgerte sich Unterstedts Coach Uwe Delventhal. Wohlwissend, dass sein Tabellenzweiter weiter an Boden gegenüber Spitzenreiter TV Sottrum verloren hat. Gegen den Liga-Dritten aus Rotenburg setzte Unterstedt wie erwartet auf die Offensive, schaffte es aber nicht, das Bollwerk der „Hauptstädter“ zu durchbrechen. 

Überragend im Abwehrzentrum war Spielertrainer Christoph Drewes, der quasi jede Situation kommentierte, aber auch entschärfte und Unterstedts Stürmer Tobias Delventhal stark verteidigte. „Wenn du Drewes hinter dir hast, ist das nicht schön“, wusste auch Delventhal Senior. Drewes gab die Komplimente wiederum zurück: „Die sind mega angelaufen und gehören zu Recht da oben hin. Aber wir haben halt Beton angerührt.“ Und der eingewechselte Tim Ebersbach, Trainer der Ersten beim RSV, wunderte sich hinterher: „Wie können die nur schon so viele Punkte gelassen haben?“

Mehr als 150 Zuschauer sahen ein intensives und umkämpftes Derby, das beinahe von einem Fehler entschieden worden wäre. Nach Ballverlust von Leon Linke steuerte Atilla Iscan aufs Unterstedter Tor zu, verstolperte den Ball aber. Da es Innenverteidiger Theo Kettenburg in dieser Szene jedoch ähnlich erging, landete der Ball bei Robert Posilek. 

Der ist hin: Jonathan Orth zeigt den platten Spielball.

Und die Leihgabe der Ersten schloss überlegt zum 1:0 für den RSV ab (27.). Drewes hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Daniel Reuter für den verletzten Mark-Michael Völker gebracht, doch auch der Youngster schied nach fünfwöchiger Verletzungspause mit muskulären Problemen wieder aus.

Unterstedt drückte weiter – angetrieben von Hannes Kettenburg –, ohne dass Keeper Rüdiger Greve ernsthaft gefordert wurde. Auch Nisar Atris gelang es aus spitzem Winkel nicht, den Ball einzuschieben (65.). „Die klareren Torchancen hatten wir“, dachte Drewes auch an das Solo von Iscan, das Ebersbach jedoch nicht veredelte (78.). So gab es nicht den K.o., sondern den Ausgleich für Unterstedt, als Orth im Rücken von Lasse Müller eine klasse Flanke von Simon Willenbrock volley am herauseilenden Greve vorbeibugsierte.

„Letztlich ist der Punkt für die verdient“, räumte auch Drewes ein. RSV-Präsident Peter Grewe, der das Ende der Partie an der Seite von Otto Kettenburg, Unterstedts „Macher“ im Hintergrund, verfolgt hatte, stellte wiederum fest: „Mit dem 1:1 kannst du nicht viel anfangen.“ Kettenburg freute sich als „Kassierer“ während der Partie indes über die zahlreichen Zuschauer. „Wir haben gut eingenommen“, meinte er. Da lässt sich dann auch ein kaputter Ball leichter ersetzen.

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