TuS Rotenburg

Fazit nach dem ersten Oberliga-Jahr: „Okay – mehr aber auch nicht“

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Lukas Misere ist der beste Torjäger der gesamten Oberliga. Der Rotenburger kommt auf offizielle 205 Treffer.

Rotenburg - Gleich zwei Titel gehen in der Oberliga-Premierensaison an die Handballer des TuS Rotenburg – ein etwas unrühmlicher ist allerdings dabei: Mit insgesamt elf Roten Karten und 134 Zeitstrafen liegt die Wümme-Sieben vor allen Konkurrenten. Sie stellt mit Lukas Misere aber auch den besten Goalgetter der Liga – in der offiziellen Statistik kommt er auf 205 Tore, in der korrigierten auf 208. „Aber was haben wir davon, außer, dass er nächste Saison permanent auf die Schnauze kriegt?“, fragt Coach Nils Muche.

Das letzte Drittel der Saison mit nur zwei Siegen und einigen schwachen Auftritten hat dem Trainer zu denken gegeben. So fällt sein Fazit nach dem ersten Oberliga-Jahr durchwachsen aus: „Okay – mehr aber auch nicht!“ Sein Kapitän und Abwehrroutinier Klaas-Marten Badenhop erinnert wiederum daran, dass es für alle Spieler „das erste Mal auf diesem Level war. Wir haben in diesem Jahr so viel gelernt wie in den letzten zehn Jahren nicht.“ Am Ende sei der Akku nach einer „wahnsinnig langen Saison“ einfach leer gewesen. „Und vielleicht haben uns die erreichten 20 Punkte zu früh den Wind aus den Segeln genommen, obwohl die ja im Endeffekt nicht mal gereicht hätten“, merkt der 31-Jährige an.

Badenhop ist Realist. Für ihn geht es auch nächste Saison nur um den Klassenerhalt – einem möglichen Regionalliga-Aufstieg (wenn die Ligenreform denn kommt), steht er äußerst skeptisch gegenüber. Da scheint er einer Meinung mit seinem Trainer zu sein. „Wir haben nicht die Möglichkeiten und den Hintergrund wie andere Vereine“, sagt Muche. Teammanager Michael Polworth betont, dass es an der Wümme keinerlei Aufwandsentschädigungen für Spieler gebe und spricht angesichts der Absteiger aus der 3. Liga (ATSV Habenhausen, VfL Fredenbeck, OHV Aurich) von einer „Mörder-Oberliga“. Der Trainer appelliert denn auch an seine Spieler: „Bei der Erwartungshaltung, die wir geweckt haben, müssen wir ganz hart arbeiten, um sie zu erfüllen. Da muss ich mal gucken, ob das Gros der Mannschaft dazu bereit ist, sich richtig reinzuhauen. Du wirst jedenfalls nicht besser durch weniger Training und mehr Urlaub“, mahnt Muche. Bis 1. September bleibt ihm Zeit, dann startet die neue Saison. 

maf

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