Hurricanes reisen Sonntag nach Saarlouis, Amerikanerin fliegt zurück in die Heimat

Ohne Selby in die Play-offs

Gegen Chemnitz hat Shay Selby (l.) ihr womöglich letztes Spiel für die Avides Hurricanes absolviert. Sie reist in die Staaten statt nach Saarlouis und kehrt für die weiteren Play-off-Spiele nicht mehr zurück. -  Foto: Freese

Scheeßel - Eigentlich wollten sie das ja nicht mehr, doch ausgerechnet zum Start der Play-offs reisen die Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes wohl nur mit einem siebenköpfigen Mini-Kader zum TV Saarlouis, wo Sonntag (17 Uhr) das erste Spiel ansteht.

Die Amerikanerin Shay Selby ist nicht dabei – sie fliegt einige Stunden zuvor wegen eines tragischen Unfalls in ihrem näheren persönlichen Umfeld zurück in die Heimat. „Sie hat den Kopf nicht frei. Es wäre Quatsch, ihr das zu untersagen“, erklärt Vorstandsmitglied Utz Bührmann.

Von Jammern keine Spur bei Coach Tomas Holesovsky. „Sieben Spielerinnen – das ist doch besser als fünf wie gegen den TSV Wasserburg“, erinnert er sich daran, wie gut sein Team seinereit mit noch knapperer Besetzung mitgehalten hatte. Er glaubt zudem, dass seine Damen gut vorbereitet sind. „Wir sind heiß auf das Spiel. Wir werden Vollgas geben, aber ohne Stress, denn wir sind nicht der Favorit“, verdeutlicht Holesovsky. Schließlich haben die Saarländerinnen nur drei Punktspiele verloren – zwei davon gegen den designierten Meister und neuen Pokalsieger Wasserburg. Bewusst hatte Holesovsky seinem Team auch ein längeres Wochenende gegönnt.

Etwas ungewöhnlich für solch ein wichtiges Spiel ist dabei nicht nur die dünne Personaldecke, sondern auch die Anreisezeit. Die Hurricanes werden erst Sonntagvormittag in Scheeßel losdüsen. „Das komplette Team war dafür, erst am gleichen Tag zu fahren“, verrät Kapitänin Pia Mankertz. Holesovsky hätte es zwar lieber gesehen, in Ruhe einen Tag früher anzureisen („Das gehört zum Profisport dazu“), akzeptiert aber die Entscheidung.

Dass Shay Selby zum Rückspiel am 1. April (19.30 Uhr) in Rotenburg oder einem möglichen dritten Entscheidungsspiel in Saarlouis am 3. April (15 Uhr) zurückkehrt, schließt Bührmann übrigens aus: „Wir haben den Arbeitsvertrag pro forma aufgelöst.“ Womöglich war ihr Auftritt am letzten Spieltag der Hauptrunde gegen die ChamCats Chemnitz damit auch ihr letzter für die BG ´89.

Trotz der beiden bisherigen Punktspielsiege gegen die Hurricanes ist sich Saarlouis´ Coach Saulius Vadopalas seiner Sache nicht sicher: „In den Play-offs gibt es keine leichten Spiele. Es ist eine Art Neustart, für beide Mannschaften fängt die Serie bei 0:0 an. Wie im Pokal haben auch die Play-offs ihre eigenen Gesetze.“ Das haben die Hurricanes letzte Saison erlebt, als sie als damaliger Tabellenfünfter in der ersten Runde die BG Donau-Ries rauswarfen und am Ende Dritter wurden. „Chancenlos sind wir nicht“, meinte auch Laura Rahn vor dem Wiedersehen mit ihrem Ex-Club unmittelbar nach dem letzten Sieg gegen Chemnitz.

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